Beschaffungsvorgang für F126-Fregatten ist Musterbeispiel für schlechte Regierungsarbeit
Beschaffungsvorgang für F126-Fregatten ist Musterbeispiel für schlechte Regierungsarbeit
Berlin, 22. Januar 2026. Zum Vorgehen der Bundesregierung bei der Beschaffung der neuen deutschen Fregatten der Klasse F126 teilt der AfD-Bundestagsabgeordnete Hannes Gnauck, Mitglied im Verteidigungsausschuss, mit:
„Im Jahr 2020 vergab die Regierung den Bau dieser Schiffe an eine niederländische Werft, obwohl bereits damals erhebliche Zweifel an deren tatsächlicher Leistungsfähigkeit bestanden. Die Entscheidung war ein Fehler, den die Marine nun teuer bezahlt. Schon während der Beratungen im Jahr 2020 haben wir als AfD-Fraktion deutlich gemacht, dass diese Vergabe enorme Risiken birgt. Die Regierung wollte davon nichts hören. Heute haben wir massive Verzögerungen, einen drohenden Verlust wichtiger Fähigkeiten und steigende Kosten. Das ist das direkte Ergebnis einer verantwortungslosen Beschaffungspolitik. Die Fregatten der Klasse F126 sollten eigentlich in absehbarer Zeit ältere Schiffe ersetzen und die Einsatzbereitschaft der Marine sichern. Doch das gesamte Vorhaben stockt, und die Fertigstellung verzögert sich um mehrere Jahre. Währenddessen nähern sich bestehende Schiffe ihrem Nutzungsdauerende, ohne dass rechtzeitig Ersatz verfügbar ist. Die Regierung versucht nun, mit zusätzlichen Bestellungen die Folgen zu begrenzen. Nach aktuellen Berichten plant das Verteidigungsministerium den schnellen Bau von vier weiteren Schiffen des Typs MEKO 200. Diese zusätzlichen Fregatten sollen die entstehende Lücke in der deutschen Seeverteidigung abmildern und würden in Deutschland gefertigt werden. Diese Maßnahme ist jedoch kein Zeichen vorausschauender Politik, sondern eine eilige Reaktion auf ein selbst verursachtes Problem. Die Regierung steht nun vor dem Scherbenhaufen eines Beschaffungsvorhabens, das von Beginn an falsch aufgesetzt war. Anstatt auf die Kompetenz deutscher Werften zu vertrauen, hat man einen riskanten Weg gewählt. Jetzt werden neue Schiffe bestellt, nur um die eigenen Versäumnisse notdürftig auszugleichen. Dieser Vorgang zeigt beispielhaft, wie politische Ideologie und mangelnde Fachkenntnis den deutschen Rüstungssektor schwächen. Zentrale Projekte werden im Ausland vergeben, Risiken werden ignoriert, und am Ende muss der Steuerzahler doppelt zahlen. Dieses Vorgehen ist ein Musterbeispiel für schlechte Regierungsarbeit. Wir fordern von der Bundesregierung eine umfassende Neuordnung der Beschaffungspraxis. Zukünftige Projekte müssen wieder stärker auf die Leistungsfähigkeit deutscher Werften und auf eine zuverlässige Industrie gestützt werden. Die Marine braucht Planungssicherheit und verlässliche Strukturen. Kurzfristige Reparaturmaßnahmen ersetzen keine langfristige Strategie.“
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