Antrag

Das humboldtsche Bildungsideal zum Maßstab bei der Digitalisierung und dem Einsatz KI-basierter Technologien in der Hochschullehre machen

Berlin, 2. Juli 2024. Die voranschreitende Digitalisierung der Hochschulbildung und der Einsatz KIbasierter Technologien sind geeignet, das Bildungsideal Wilhelm von Humboldts, in dessen Zentrum die freie Selbstentfaltung des Individuums steht, zunehmend außer Kraft zu setzen.

Lehre, Studium und Forschung sind zunehmend durch eine immer fortschreitende „Datafizierung“ gekennzeichnet. Damit einher geht die Transformation des Bildungssystems, die die Voraussetzungen für gelingende Bildung zunehmend außer Kraft setzt. Dass für eine gelingende Bildung letztlich nur zwei Dinge notwendig sind, hat der Philosoph Konrad Paul Liessmann mit Verweis auf das Bildungsideal Wilhelm von Humboldts deutlich gemacht; es bedürfe, so Liessmann, nur der Freiheit und der „Mannigfaltigkeit der Situationen“, womit Humboldt zum Ausdruck bringen wollte, dass Bildung „wechselnden Lagen“ unterliegt und nicht isoliert, sondern in der Gemeinschaft erfahren wird, die die „Mannigfaltigkeit der Situationen“ kontinuierlich erweitert.

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