Deutsche Darlehen nur für deutsche Interessen

Deutsche Darlehen nur für deutsche Interessen

Berlin, 25. Oktober 2026. Die bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat der Republik Peru im Auftrag der Bundesregierung ein Darlehen über 100 Millionen Euro gewährt. Dieses sollte vor allem für Reformen im Bereich Geschlechtergleichstellung und Frauenförderung in Peru verwendet werden. Laut peruanischen Regierungsdokumenten wurde das Darlehen allerdings für den allgemeinen Staatshaushalt und zur Stützung der Zahlungsbilanz verwendet.

Das Darlehen wurde in einer Tranche in voller Höhe ausgezahlt, der Bundeshaushalt trägt ein Ausfallrisiko von 80 Prozent. Zudem wurden Beratungsleistungen über 308.000 Euro in Zusammenhang mit dem 100-Millionen-Darlehen erbracht. Dies ergab die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Bundestagsfraktion (BT-Drs. 21/8778).

Dazu teilt der AfD-Bundestagsabgeordnete Matthias Rentzsch mit:

„Es ist kurios, anzunehmen, dass die Förderung von Geschlechtergleichstellung und frauenpolitischen Anliegen im Interesse deutscher wirtschaftlicher Zusammenarbeit mit Peru ist. Dass deutsches Steuergeld ohne Not in den peruanischen Staatshaushalt übertragen wird, ist angesichts der hiesigen Probleme mehr als unangebracht. Dass in diesem Zusammenhang auch noch 308.000 Euro für Beratungsleistungen aufgebracht wurden, ist ein starkes Stück. Hier stellt sich ohnehin die Frage, was die Berater überhaupt für ihr Geld gemacht haben.

Wir fordern die Bundesregierung auf, künftige Darlehen über die KfW an andere Länder ausschließlich an deutsche Interessen, beispielsweise im Bereich der wirtschaftlichen Zusammenarbeit, zu knüpfen. Die AfD-Bundestagsfraktion wird die Bundesregierung weiterhin an ihre Verantwortung erinnern, deutsches Steuergeld auch im Bereich der wirtschaftlichen Zusammenarbeit ausschließlich zum Nutzen Deutschlands zu verwenden.“

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