Dr. Otto Mahlknecht beleuchtet in seinem Vortrag den historischen, politischen und rechtlichen Kontext des Pariser Vertrags vom 5. September 1946, auch bekannt als Gruber-De-Gasperi-Abkommen. Der zwischen Österreich und Italien geschlossene Vertrag war für die völkerrechtliche Stellung Südtirols nach dem Zweiten Weltkrieg von zentraler Bedeutung. Benannt ist das Abkommen nach den damaligen Außenministern Karl Gruber und Alcide De Gasperi.
Mit dem Abkommen sollten den deutschsprachigen Bewohnern Südtirols Schutz- und Minderheitenrechte garantiert werden. Den historischen Hintergrund bildeten die Abtretung Südtirols an Italien nach dem Ersten Weltkrieg sowie die rigorose Italianisierungspolitik während des Faschismus. Der Vertrag sicherte unter anderem kulturelle und sprachliche Rechte zu, darunter den Gebrauch der deutschen Sprache in Schulen und Behörden, gewährleistete die Gleichberechtigung im öffentlichen Dienst und sah zudem Autonomieregelungen für Südtirol vor.
In der Praxis wurden diese Zusagen zunächst nur unzureichend umgesetzt, was zu Spannungen und Protesten führte. Erst in den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich daraus ein umfassenderes Autonomiestatut, das heute als Grundlage für das Zusammenleben der Sprachgruppen in Südtirol gilt.
Programm
Begrüßung, Einführung und Moderation
Dr. Christoph Birghan MdB
Stellvertretender Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Geschichte der AfD-Bundestagsfraktion
Vortrag
Dr. Otto Mahlknecht
80 Jahre Pariser Vertrag: Ursprung, Bedeutung und Wirkung des Gruber-De-Gasperi-Abkommens für Südtirol
Podiumsgespräch
Dr. Christoph Birghan MdB
Dr. Otto Mahlknecht
Dr. Götz Frömming MdB
Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Geschichte der AfD-Bundestagsfraktion
Dr. Alexander Wolf MdB
Stellvertretender Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Geschichte der AfD-Bundestagsfraktion
Für Ihr leibliches Wohl während der Veranstaltung ist gesorgt.



