Bundesregierung feiert Schneckentempo beim Personalaufwuchs der Bundeswehr

Bundesregierung feiert Schneckentempo beim Personalaufwuchs der Bundeswehr

Berlin, 21. Januar 2026. Das Verteidigungsministerium meldet mit 184.000 die höchste Mannstärke seit 12 Jahren. Dazu teilt der verteidigungspolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Rüdiger Lucassen, mit:

„Der Anstieg von knapp 3.000 Soldaten innerhalb eines Jahres ist kein Grund zum Feiern. In diesem Tempo wird die Bundesregierung rund 25 Jahre benötigen, um ihr eigenes Ziel von 260.000 aktiven Soldaten zu erreichen. Das bedeutet: 2051 statt 2035 – also 16 Jahre später, als Schwarz-Rot es selbst anpeilt. Auch das Ziel von mindestens 200.000 verfügbaren Reservisten bleibt mit diesem Ansatz außer Reichweite. Zudem ergibt sich der bescheidene Aufwuchs im letzten Jahr auch durch Längerverpflichtung bestehender Dienstverhältnisse, während die Zahl der Zeitsoldaten erneut gesunken ist. Deutschland hat diese Zeit nicht. Die geopolitischen Entwicklungen zeigen, dass wir unsere Streitkräfte rasch stärken müssen, um unsere Verteidigungsfähigkeit wiederherzustellen und von Partnern wie von potenziellen Gegnern wieder ernst genommen zu werden. Die Instrumente der Bundesregierung reichen dafür erkennbar nicht aus. Ohne eine Rückkehr zu einem verpflichtenden Wehrdienstmodell wird es weder gelingen, die für eine einsatzbereite Bundeswehr erforderliche Mannstärke rechtzeitig zu erreichen, noch eine belastbare Reserve zur Aufwuchsfähigkeit im Verteidigungsfall aufzubauen. Auch die für eine glaubwürdige Gesamtverteidigung notwendige gesellschaftliche Resilienz lässt sich so nicht herstellen. Für die AfD-Fraktion ist dabei klar, dass das Kriegsdienstverweigerungsrecht unangetastet bleibt und Wehrdienstleistende ausschließlich zur Landesverteidigung eingesetzt werden dürfen.“

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