Bundesregierung darf Betriebe nicht mit einbrechender Makrelenquote allein lassen

Bundesregierung darf Betriebe nicht mit einbrechender Makrelenquote allein lassen

Berlin, 4. Februar 2026. Die neue Makrelenquote für deutsche Hochseefischer im Nordostatlantik bricht 2026 massiv ein. Von 9.640 Tonnen im Jahr 2025 auf nur noch 2.945 Tonnen – ein Rückgang um rund 70 Prozent. Damit geraten Betriebe und Küstenstandorte, die von der Makrelenfischerei abhängen, unter akuten wirtschaftlichen Druck. Während andere EU-Mitgliedstaaten angesichts der Lage EU-Notfallinstrumente und Marktmaßnahmen zur Stützung der betroffenen Flotten in die Debatte bringen, bleibt die Bundesregierung nach eigener Darstellung bislang ohne erkennbares Unterstützungsersuchen Richtung EU-Kommission. Irland, Polen und Lettland hingegen haben sektorale Unterstützung über Notfallmarktmaßnahmen ausdrücklich eingefordert. Zu den Ausführungen der Bundesregierung im Ausschuss für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat teilt der AfD-Bundestagsabgeordnete, Dario Seifert, mit:

„Während in Berlin und Brüssel Durchhalteparolen gedroschen werden, kommt an der Küste die Rechnung an. Für 2026 liegt die deutsche Makrelen-Fangmenge im Nordostatlantik bei nur noch rund 3.000 Tonnen. Was auf dem Papier wie eine ,Managementzahl‘ aussieht, ist in der Realität ein harter Einschnitt in den Arbeitsalltag von Betrieben, Besatzungen und Hafenstandorten. Man kann nicht ständig von regionaler Wertschöpfung, Ernährungssicherheit und maritimer Tradition sprechen und gleichzeitig zulassen, dass die Betriebe jedes Jahr aufs Neue im Nebel stochern. Die Politik liefert Ankündigungen, aber keine Verlässlichkeit. Als Folge werden Investitionen verschoben, Nachwuchs bleibt aus und die Wertschöpfung wandert dorthin ab, wo Regeln und Kontrollen weniger wehtun. Wir fordern langfristige Fangmengenplanungen und finanzielle Hilfe in wirtschaftlich unverschuldeten Schieflagen. Wer von Fischerei redet, muss auch über Einkommen, Planungssicherheit und Existenzen reden und nicht so tun, als sei das ein Randthema.“

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