Honorarkürzungen gefährden die psychotherapeutische Versorgung
Honorarkürzungen gefährden die psychotherapeutische Versorgung
Berlin, 16. März 2026. Zum Beschluss des Erweiterten Bewertungsausschusses, die Honorare für psychotherapeutische Leistungen ab dem 1. April 2026 um 4,5 Prozent abzusenken, teilt die AfD-Bundestagsabgeordnete Carina Schießl mit:
„Hinter jeder monatelangen Wartezeit steht ein Mensch in existenzieller Notlage. Dass nun ausgerechnet bei der psychischen Gesundheit der Rotstift angesetzt wird, ist ein fatales Signal an alle Betroffenen und Therapeuten. Die geplanten Kürzungen sind ein Schlag ins Gesicht für jene, die täglich bis zur Belastungsgrenze arbeiten, um das soziale Netz stabil zu halten. Die wirtschaftliche Situation vieler Praxen ist durch steigende Betriebskosten und Inflation bereits massiv unter Druck. Eine zusätzliche Honorarkürzung gefährdet die Rentabilität ambulanter Praxen unmittelbar. Die Folge: Ein Rückzug aus der kassenärztlichen Versorgung, eine Zunahme von Selbstzahlerleistungen und damit eine weitere soziale Spaltung im Gesundheitssystem. Wer es sich leisten kann, wird therapiert. Wer kein Geld hat, bleibt auf der Warteliste. Psychische Gesundheit darf kein Luxusgut sein. Unbehandelte Erkrankungen führen zur Chronifizierung der Krankheit und nicht selten zur Arbeitsunfähigkeit. Das ist nicht nur menschlich tragisch, sondern auch ökonomisch kurzsichtig. Wir brauchen eine Stärkung der Strukturen, keine Aushöhlung durch bürokratische Sparmaßnahmen. Die AfD-Fraktion lehnt es entschieden ab, den Rotstift an die ambulante psychotherapeutische Versorgung zu legen, und fordert den Erweiterten Bewertungsausschuss dazu auf, seine Entscheidung zurückzunehmen. Da der Erweiterte Bewertungsausschuss nicht der direkten Kontrolle durch die Politik unterliegt, rufe ich zusätzlich zur Unterstützung einer aktuellen Petition auf Change.org auf, um die Öffentlichkeit auf den drohenden Versorgungskollaps aufmerksam zu machen. Unter dem Titel ,Monatelange Wartezeiten und jetzt werden psychotherapeutische Leistungen gekürzt‘ fordern Therapeuten und Patienten gemeinsam die Rücknahme des Beschlusses. Jede Stimme zählt, um den Zuständigen zu zeigen, dass wir eine faire Vergütung und eine sichere Versorgung brauchen. Ich appelliere an alle Bürgerinnen und Bürger: Setzen Sie ein Zeichen für Menschlichkeit und unterschreiben Sie diese Petition.“
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