Pressemitteilung

Michael Kaufmann: Befunde im MINT-Nachwuchsbarometer 2024 alarmierend

Berlin, 17. Mai 2024. Am Donnerstag wurde in Berlin das „MINT-Nachwuchsbarometer 2024“ vorgestellt, eine Studie der acatech, München, und der Joachim Herz Stiftung, Hamburg, in Zusammenarbeit mit dem Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN). Der forschungspolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Bundestag, Michael Kaufmann, teilt zu den Befunden mit:

„Die Studie dokumentiert einen dramatischen Absturz der mathematisch-naturwissenschaftlichen Leistungen der Schüler in Deutschland. Nur noch 9 Prozent der 15-Jährigen zählen zur Spitzengruppe in Mathematik, während es vor 10 Jahren noch ca. 18 Prozent waren. Der Anteil der Schüler in der sogenannten Risikogruppe hat sich hingegen in den letzten 10 Jahren fast verdoppelt. Insgesamt verloren die Schüler der neunten Klassen in 10 Jahren im Schnitt anderthalb Lernjahre. Besonders auffällig sind, laut Studie, die Lerndefizite bei Schülern mit Migrationsgeschichte. Hier gehören von Migranten der 1. Generation über 60 Prozent zur Risikogruppe. Das Nachwuchsbarometer kommt zu dem Schluss, ,der überproportionale Verlust in Deutschland ist auch Folge einer nicht gelungenen Integration von Jugendlichen mit Zuwanderungshintergrund‘. Im Laufe der Podiumsdiskussion wurde unsere Ansicht bestätigt, dass bessere Leistungen, insbesondere in den MINT-Fächern, eine hohe Wertschätzung für Sekundärtugenden wie Fleiß, Disziplin, Pünktlichkeit und Konzentration erfordern. Der Unterricht darf zudem nicht durch fachfremde Hindernisse wie Sprachschwierigkeiten erschwert werden.

Diese Ergebnisse zur Schulbildung in den MINT-Fächern sind eine ernste Gefahr für den Wirtschaftsstandort Deutschland und damit den Wohlstand nachfolgender Generationen. Bundes- wie Landesregierungen haben beim Erhalt der Voraussetzungen für eine hochwertige Bildung versagt und bis heute ist kein ernsthafter Wille erkennbar, diese Voraussetzungen wiederherzustellen. Das häufig angeführte „Start-Chancen-Programm“ wird hier bestenfalls Löcher in besonders benachteiligten Schulen stopfen. Die AfD-Fraktion fordert seit langem eine grundlegend andere Priorisierung in der Bildungspolitik. Schulbildung ist kein Nebenschauplatz, sondern ein entscheidender Faktor für die Zukunft unseres Landes.“

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