Transparenz statt Verschleierung der verheerenden Insolvenzzahlen
Transparenz statt Verschleierung der verheerenden Insolvenzzahlen
Berlin, 14. Januar 2026. Mit dem Berichtsmonat Dezember 2025 stellt das Statistische Bundesamt die Veröffentlichung vorläufiger Angaben zu den Regelinsolvenzen auf Basis der Insolvenzbekanntmachungen der Amtsgerichte ein. Die endgültigen Ergebnisse werden auch weiterhin in der bisherigen Form veröffentlicht.* Dazu erklärt die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der AfD-Bundestagsfraktion, Gerrit Huy:
„Das Statistische Bundesamt hat sich für Dezember 2025 zum letzten Mal mit vorläufigen Daten zu Insolvenzen gemeldet. Demnach gab es im letzten Monat 15,2 Prozent mehr beantragte Regelinsolvenzen von Unternehmen in Deutschland als im Dezember 2024. Im Jahr 2025 stiegen die Unternehmensinsolvenzen insgesamt auf ein Höchststandniveau. Das zum Innenministerium gehörende Statistische Bundesamt will diese Daten zukünftig nur noch alle drei Monate veröffentlichen. Begründet wird dieser Schritt nicht. Es steckt wohl die Hoffnung dahinter, dass die Daten in drei Monaten wieder besser ausfallen als zurzeit getreu dem Motto: Probleme, die man nicht sieht, gibt es auch nicht. Dieses Motto hat schon unter der Merkel-Regierung zur Verschleppung wichtiger Problemlösungen geführt. Und die Merz-Regierung schlägt jetzt genau den gleichen Weg ein: Probleme werden nicht gelöst, sondern wegdefiniert oder unsichtbar gemacht. Ähnlich wie bei den Armutszahlen, wo die Variante mit den höheren Armutszahlen nicht mehr veröffentlicht wird. Das Vorgehen hat also Prinzip. Wir fordern die Unabhängigkeit des Statistischen Bundesamtes von der Regierung, da eine neutrale Berichterstattung so nicht mehr gewährleistet ist. Politiker können aber nur auf Basis korrekter und frühzeitig vorliegender Zahlen erfolgreich agieren.“
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