KI-Skandal des ZDF berührt das Fundament journalistischer Glaubwürdigkeit
KI-Skandal des ZDF berührt das Fundament journalistischer Glaubwürdigkeit
Berlin, 18. Februar 2026. Zu der Affäre um die ungekennzeichnete Verwendung einer von künstlicher Intelligenz generierten Videosequenz im ZDF „Heute-Journal“ äußert sich der medienpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Martin E. Renner, wie folgt:
„Was sich das ZDF im ,heute journal‘ geleistet hat, ist kein redaktioneller Ausrutscher, sondern ein Symptom. Entscheidend ist nicht, ob irgendwo ein Hinweis fehlte oder ein technischer Ablauf versagte. Entscheidend ist die redaktionelle Entscheidung, in einem Nachrichtenformat Bilder einzusetzen, die den Eindruck realer Beweisführung erzeugen, ohne diesen Anspruch einzulösen. Die nachträgliche Entschuldigung ändert nichts am Kern des Problems. Was hier sichtbar wird, ist nicht bloß ein Fehler. Es ist ein strukturelles Problem, insbesondere des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Seit Jahren stilisiert man sich zum angeblichen Bollwerk gegen Desinformation, warnt vor Manipulation, vor Deepfakes, vor der angeblichen Gefährdung ,unserer Demokratie‘ durch verzerrte Bilder. Nun fliegt auf, dass ausgerechnet in einer zentralen Nachrichtensendung bewusst mit künstlich erzeugtem oder falsch kontextualisiertem Material gearbeitet wurde. Das ist keine Lappalie, sondern berührt das Fundament journalistischer Glaubwürdigkeit. Dieser Vorgang ist kein Einzelfall, sondern Ausdruck einer Entwicklung, die vor allem den öffentlich-rechtlichen Rundfunk seit Jahren prägt. Der Anspruch, neutral zu berichten, wird immer häufiger ersetzt durch den Impuls, ein bestimmtes Bild zu erzeugen. Hier wird die Realität nicht dokumentiert, sondern sie wird moralisch gerahmt, visuell angepasst und zu einer erwünschten Fake-Realität verzerrt. Berichterstattung wird zur Einordnung im Sinne einer Linie, die auffallend oft mit der politischen Linie der jeweiligen Regierung korrespondiert. Genau deshalb ist der Anspruch, angebliches Bollwerk gegen Desinformation und selbsternannter moralischer Kompass der Gesellschaft zu sein, nicht nur selbst Teil des Problems. Es ist blanke Heuchelei. Dieser Fall ist ein Menetekel für den Zustand eines Systems, das seinen eigenen Anspruch längst nicht mehr einlöst. Seit Jahren thematisieren und bekämpfen wir als AfD-Bundestagsfraktion diese fortgeschrittene Erosion von journalistischem Ethos und demokratischem Auftrag insbesondere im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Wir werden weiterhin entschieden für grundlegende Reformen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks eintreten.“
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