Bundesregierung kann Kosten und Nutzen der Grüngasquote nicht beziffern

Bundesregierung kann Kosten und Nutzen der Grüngasquote nicht beziffern

Berlin, 15. Januar 2026. Die Bundesregierung ist nach Ansicht der AfD-Fraktion nicht in der Lage, Kosten und Nutzen der geplanten Grüngasquote belastbar zu beziffern. Das geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion (BT-Drs. 21/3255 ) hervor. Weder zu möglichen Mehrbelastungen für Haushalte und Unternehmen noch zu Preiswirkungen oder zu erwarteten Einsparungen von Kohlendioxid macht die Bundesregierung konkrete Angaben. Zwar erklärt die Bundesregierung, dass über die Einführung der Grüngasquote noch nicht entschieden sei, zugleich macht sie jedoch deutlich, dass die Quote von der Verfügbarkeit erneuerbarer Gase abhängt. Konkrete Angaben zu verfügbaren Mengen, Preisen oder zu wirtschaftlichen Risiken einer möglichen Knappheit bleiben jedoch aus. Auch Aussagen zu sozialen Ausgleichsmaßnahmen für einkommensschwache Haushalte oder Mieter enthält die Antwort nicht. Der AfD-Bundestagsabgeordnete Tobias Matthias Peterka, rechtspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion, teilt dazu mit:

„Die Bundesregierung prüft ein weitreichendes energiepolitisches Instrument, kann aber weder sagen, was es kosten würde, noch welchen messbaren Nutzen es bringen soll. Sie verweist selbst auf die Abhängigkeit von der verfügbaren Angebotsmenge, liefert aber keine Zahlen zu Preisen, Risiken oder Belastungen für Verbraucher und Unternehmer. Wer unter diesen Bedingungen ein so weitreichendes Instrument prüft, trifft energiepolitische Entscheidungen ohne belastbare Grundlage. Nach Auffassung der AfD-Fraktion fehlt damit jede belastbare Grundlage für eine verantwortungsvolle politische Entscheidung über die Einführung einer Grüngasquote.“

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