Bundesregierung verharmlost Antibiotikaresistenzen
Bundesregierung verharmlost Antibiotikaresistenzen
Berlin, 3. Februar 2026. Laut Schätzungen des Robert Koch-Instituts sterben in Deutschland jährlich bis zu 9.700 Menschen direkt an antibiotikaresistenten Infektionen. Zur Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der AfD-Fraktion „Antibiotikaresistenzen in Europa“ (BT-Drs. 21/3691) teilt der gesundheitspolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Martin Sichert, mit:
„Antibiotikaresistenzen zählen nach Einschätzung von WHO und ECDC zu den größten Bedrohungen für die öffentliche Gesundheit, doch die Bundesregierung bleibt bei einem Weiter-so. Während Länder wie Dänemark und die Niederlande seit Jahren deutlich niedrigere MRSA-Anteile aufweisen, lag Deutschland auch 2024 deutlich höher. die Bundesregierung erklärt die bisherige, überwiegend empfehlungsbasierte Umsetzung faktisch für ausreichend. Besonders entlarvend ist, dass der Bundesregierung nach eigener Aussage zu der Kosten-Nutzen-Relation staatlich verpflichtender Strategien wie ,Search-and-Destroy‘ oder dänischer Veterinärregulierung keine Erkenntnisse vorliegen. Gleichzeitig kündigt sie an, dass Änderungen der rechtlichen Verbindlichkeit derzeit nicht vorgesehen sind. Wer so handelt, verwaltet Risiken, statt Menschen zu schützen. Die AfD-Fraktion fordert eine konsequente, messbare und bundesweit wirksame Strategie gegen Antibiotikaresistenzen. Wir fordern klare Verantwortlichkeit, transparente Erfolgskontrolle und verbindlichen Standards nach europäischen Vorbildern wie Dänemark dort, wo Empfehlungen offenkundig nicht ausreichen.“
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