Merz-Regierung lässt Weidetierhalter im Stich
Merz-Regierung lässt Weidetierhalter im Stich
Berlin, 27. April 2026. Das von der Bundesregierung als großer Wurf angepriesene neue Bundesjagdgesetz (BJagdG) droht in der Praxis wirkungslos zu verpuffen. Eine aktuelle Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion (BT-Drs. 21/5222) offenbart: Das Gesetz enthält keinerlei Fristen für die Bundesländer, um die neuen Regelungen zum Wolfsmanagement in Landesrecht zu überführen. Besonders brisant: Die Bundesregierung räumt offen ein, dass ihre vermeintliche Gesetzesverbesserung tatsächlich keine spezifische Vorschrift enthält, die eine zügige Umsetzung vorschreibt. Damit bleibt die Wolfsentnahme weiterhin ein theoretisches Konstrukt, während die Weidetierhalter dem bürokratischen Gutdünken der Länder überlassen werden. Dazu teilt der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion, Peter Felser, mit:
„Die Bundesregierung hat ein Bundesjagdgesetz geliefert, das zwar auf dem Papier gut aussieht, in der Realität aber ein zahnloser Tiger bleibt. Dass im neuen Gesetz jede Spur einer verbindlichen Umsetzungsfrist für die Länder fehlt, ist wirklich ein Schlag ins Gesicht für jeden Schäfer und Weidetierhalter. Beinahe grotesk: Die Merz-Regierung verwandelt auch diese Chance, um erneut mit ihrem Gesetzespfusch zu glänzen. Fakt ist: Ohne enthaltene Fristen ist dieses Gesetz eine herzliche Einladung zur Arbeitsverweigerung auf Länderebene. Dank dieses vorliegenden faulen Kompromisses wird in diesem Jahr ganz sicher kein einziger Wolf rechtssicher erlegt werden.“
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