Antrag

Neubewertung der Notwendigkeit des Austausches der Konnektoren zur Anbindung an die Telematik-Infrastruktur wegen Ablauf des Krypto-Zertifikats

Berlin, 8. November 2022. Seit 2017 wird die konsequente Digitalisierung des deutschen Gesundheitswesens durch die Anbindung der verschiedenen Akteure an die Telematikinfrastruktur (TI) in mehreren Teilschritten umgesetzt. Dabei ist die gematik GmbH für die digitale Gesundheitsstruktur, also für den Aufbau, Betrieb und die Weiterentwicklung der TI verantwortlich. Gesellschafter der gematik GmbH sind zu 51 % das Bundesministerium für Gesundheit sowie die Bundesärztekammer, Bundeszahnärztekammer, der Deutsche Apothekerverband, die Deutsche Krankenhausgesellschaft, der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherungen, der Verband der Privaten Krankenversicherung, die Kassenärztliche Bundesvereinigung und die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung. Die TI soll die Akteure im Gesundheitswesen digital miteinander vernetzen und Anwendungen wie zum Beispiel die elektronische Patientenakte (ePA) oder das E-Rezept ermöglchen. In der TI 2.0 sollen ab 2025 zusätzliche Funktionen, wie zum Beispiel digitale Identitäten für Leistungserbringer zum Einsatz kommen

Die Kosten des Austausches der Konnektoren werden letztlich von der Gesetzlichen Krankenkasse getragen und sind mit bis zu 300 Millionen Euro veranschlagt. Die deutlich angespannte finanzielle Lage in der Gesetzlichen Krankenkasse macht einen schonenden Einsatz der knappen Ressourcen notwendig.

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