Schwarzer-Peter-Spiel beim Deutschen Historischen Museum ist keine Lösung
Schwarzer-Peter-Spiel beim Deutschen Historischen Museum ist keine Lösung
Berlin, 4. März 2026. Im Kulturausschuss des Deutschen Bundestages waren heute der Präsident des Deutschen Historischen Museums (DHM), Raphael Gross, sowie Kulturstaatsminister Wolfram Weimer zu Gast. Hintergrund war die seit Jahren andauernde Schließung der Dauerausstellung im Zeughaus. Bereits seit 2018 ist die zentrale Ausstellung des Museums wegen der Sanierung des Gebäudes nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich. Hierzu erklärt der kulturpolitische Sprecher und Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion, Götz Frömming:
„Die Dauerausstellung des Deutschen Historischen Museums muss so schnell wie möglich wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Es ist ein unhaltbarer Zustand, dass das wichtigste historische Museum der Bundesrepublik seit fast einem Jahrzehnt keine zentrale Dauerausstellung der deutschen Geschichte mehr zeigt. Wir unterstützen ausdrücklich den Vorschlag des wissenschaftlichen Beirats des DHM, kurzfristig alternative Ausstellungsmöglichkeiten zu schaffen, damit die deutsche Geschichte wieder sichtbar und zugänglich wird. Kulturstaatsminister Weimer hat dieses Problem zwar von seinen Vorgängern Claudia Roth und Monika Grütters geerbt. Dennoch macht er es sich zu leicht, wenn er lediglich auf Zuständigkeiten der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben verweist. Ein solches Schwarzer-Peter-Spiel hilft weder dem Museum noch der historischen Bildung der Bürger. Der Kulturstaatsminister konnte im Ausschuss nicht darlegen, warum innerhalb der Bundesregierung keine Lösung gefunden wird. Wenn mehrere Behörden beteiligt sind, ist es gerade Aufgabe der Bundesregierung, Verantwortung zu übernehmen und den Stillstand zu beenden.“
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