Transparenz und Kontrolle bei Versorgungswerken herstellen

Transparenz und Kontrolle bei Versorgungswerken herstellen

Berlin, 13. Januar 2026. Nach dem Anlagedesaster mit bis zu zwei Milliarden Euro Verlust beim Versorgungswerk der Zahnärztekammer Berlin (VZB) trifft es nun die Bayerische Versorgungskammer (BVK) mit Verlusten in Höhe von circa 700 Millionen Euro durch riskante Investitionen in US-Luxusimmobilien. Der AfD-Bundestagsabgeordnete Thomas Stephan teilt dazu mit:

„Wir können nicht zulassen, dass Freiberufler große Verluste ihrer Altersvorsorge durch Fehlspekulationen erleiden. Die Gelder der Versicherten dürfen nicht zu Hochrisikospekulationen eingesetzt werden. Wir fordern eine Aufsicht, die vergleichbare Standards wie in der Versicherungswirtschaft implementiert und überwacht. Die Morgenpost gab bekannt, dass Ermittlungen wegen möglicher Bestechlichkeit im Fall des VZB laufen. Nicht nur das VZB, sondern auch die Versorgungsanstalt der deutschen Bühnen (VddB) und die Versorgungsanstalt der deutschen Kulturorchester (VddKO) haben in die Signa-Gruppe des vermeintlichen Anlagebetrügers René Benko investiert. Es muss jetzt dringend aufgeklärt werden, ob die Anlageentscheider der Versorgungswerke systematisch in verlustbringende Anlagegeschäfte gelockt werden und inwieweit Bestechlichkeit eine Rolle spielt. Es kann doch kein Zufall sein, dass immer mehr Versorgungswerke auf diese Weise in Schieflage geraten. Solche Vorwürfe unterstreichen die Notwendigkeit einer transparenten und kontrollierten Verwaltung von Versorgungswerken. Die AfD-Bundestagsfraktion fordert eine lückenlose Aufklärung. Nur durch umfassende Reformen können Sicherheit und Vertrauen bei den Mitgliedern wiederhergestellt werden. Die AfD-Fraktion wird sich für die Interessen der Freiberufler einsetzen. Grundsätzlich werfen die Vorfälle die Frage auf, ob Versorgungswerke noch zeitgemäß sind. Neben finanziellen Risiken stiegen die durchschnittlichen Altersruhegelder deutlich geringer als die Gesetzliche Rente von 2015 bis 2023 gerade mal um 6,9 Prozent auf 2.222 Euro. Da Freiberufler oft ein höheres Einkommen erzielen, sind sie mit der Gesetzlichen Rente möglicherweise besser abgesichert.“

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