US-Corona-Aufarbeitung als Vorbild für Deutschland

US-Corona-Aufarbeitung als Vorbild für Deutschland

Berlin, 20. August 2026. Ein ehemaliger enger Berater des US-Immunologen Anthony Fauci hat sich vor einem US-Gericht der Verschwörung zur Verschleierung von Bundesunterlagen im Zusammenhang mit der Erforschung der Ursprünge der Corona-Pandemie schuldig bekannt. David Morens, langjähriger leitender Berater am National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID), räumte laut seinem Anwalt ein, geplant zu haben, Dokumente zu einem gestrichenen Forschungszuschuss für Fledermaus-Coronaviren zu verheimlichen – jener Zuschuss stand im Zusammenhang mit dem Verdacht, Covid-19 könnte aus dem Wuhan-Labor stammen. Morens hatte nach Angaben der Ermittler über sein privates Gmail-Konto kommuniziert, um seine offizielle NIH-Korrespondenz und damit öffentliche Auskunftsansprüche gezielt zu umgehen. Republikanische Abgeordnete des US-Repräsentantenhauses hatten seine E-Mail-Korrespondenz im Rahmen ihrer Untersuchungen zum Corona-Ursprung genau geprüft und ihm die absichtliche Verschleierung vorgeworfen. Das Urteil wird für den 12. November erwartet; ihm drohen bis zu fünf Jahre Haft.

Zu diesem Fall erklärt die AfD-Bundestagsabgeordnete Christina Baum, Mitglied im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages:

„Was sich in diesem Fall in den USA zeigt, ist eine vorbildliche Aufarbeitung der Corona-Zeit. Der US-Kongress hat die E-Mail-Korrespondenz eines hochrangigen Beraters systematisch geprüft, ihn mit den eigenen Unterlagen konfrontiert – und damit ein Schuldeingeständnis vor Gericht erzwungen. Genau das ist die Konsequenz, die ernsthafte Aufklärung haben muss, wenn der Verdacht der Vertuschung im Raum steht.

In Deutschland hingegen hat die Mehrheit des Bundestages lediglich eine Enquete-Kommission eingesetzt. Diese verfügt nicht über die Ermittlungsinstrumente eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses. Zudem kann eine Enquete-Kommission Verantwortliche nicht mit vergleichbarer Verbindlichkeit zur Vorlage von Unterlagen zwingen. Wer eine umfassende und unabhängige Aufklärung will, kann sich damit nicht zufriedengeben.

Das gilt insbesondere für die bis heute ungeklärte Frage nach dem Ursprung von SARS-CoV-2. Bereits im Jahr 2020 ging der Auslandsgeheimdienst BND mit hoher Wahrscheinlichkeit (80 bis 95 Prozent) davon aus, dass das Coronavirus seinen Ursprung in einem Labor in Wuhan habe. Das Kanzleramt hatte sich allerdings entschieden, die brisante Einschätzung unter Verschluss zu halten. Auch in der Enquete-Kommission ‚Corona‘ wollte die AfD-Fraktion die Thematik des Virusursprungs auf die Tagesordnung setzen – dies wurde jedoch von den anderen Fraktionen abgelehnt. Die anderen Fraktionen verweigern sich damit einer Debatte, die angesichts der vorliegenden Erkenntnisse längst überfällig ist. Aufgrund dieser seriösen staatlichen Quellen muss die Ursprungsfrage endlich mit der gebotenen Konsequenz und Offenheit untersucht werden.

Die AfD-Fraktion wird sich mit einer Aufarbeitung ohne wirksame Aufklärungsbefugnisse nicht abfinden. Es braucht einen Untersuchungsausschuss, denn Falschaussagen im Rahmen eines Untersuchungsausschusses sind strafbar.

Das politische und wissenschaftliche Fehlverhalten, mögliche Interessenkonflikte sowie Anhaltspunkte für eine Verschleierung müssen vollständig und lückenlos geprüft und Verantwortliche, soweit sich Vorwürfe erhärten, zur Rechenschaft gezogen werden.

Dies sind wir den Menschen schuldig, die unter den politischen Entscheidungen der Corona-Zeit gesundheitlich, psychisch, sozial oder wirtschaftlich gelitten haben. Sie haben ein Recht auf eine vollständige, ergebnisoffene und transparente Aufklärung.“

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