Antrag

Versorgungssicherheit von Intensivpatienten verbessern, Intensivpflege in Deutschland stärken und zukunftssicher machen

Berlin, 5. Juli 2022. Die Versorgungssicherheit von Intensivpatienten steht und fällt mit dem kontinuierlichen Vorhandensein qualifizierter Intensivpflegepersonen im interprofessionellen Team der Intensivstation. Hinsichtlich der verfügbaren Anzahl der Intensivbetten und der technischen Ausstattung steht Deutschland nach im Jahr 2020 erhobenen Daten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) im europäischen Vergleich zwar gut da (2020)1 Die Personalsituation in der Intensivpflege allerdings, die schon vor der Covid-19-Pandemie angespannt war, hat sich nunmehr erheblich zugespitzt.

Die aktuelle Situation auf den Intensivstationen wirkt wie ein Indikator, durch den sich bereits vorher bestehende Probleme überdeutlich zeigen. Vor diesem Hintergrund gilt es, die Arbeitsbedingungen für Intensivpflegekräfte und Intensivpatienten zu verbessern und die Attraktivität des Arbeitsfeldes zu erhöhen. Eine aktuelle Umfrage des Deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe (DBfK) im Jahr 2021 ergab, dass sich 32 % der Pflegenden mit dem Gedanken trugen, aus dem Beruf auszusteigen. Eine deutliche und schnelle Verbesserung der Situation ist zwingend erforderlich, um einen Exodus vieler Intensivstationen zu verhindern und die Versorgungssicherheit der lebensbedrohlich erkrankten Patienten aufrechtzuerhalten.

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