Pressemitteilung

Bleck: Bundesregierung muss Schutz heimischer Arten vor gebietsfremdem Kalikokrebs unterstützen

Berlin, 22. Oktober 2018. Aus der Antwort auf die Kleine Anfrage unter Federführung des AfD-Bundestagsabgeordneten Andreas Bleck, Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit des Deutschen Bundestages, geht hervor, dass die Bundesregierung weder die Aufnahme des Kalikokrebses (Faxonius immunis) in die EU-Liste der invasiven gebietsfremden Arten befürwortet noch weiteren Forschungsbedarf sieht.

Dazu erklärt Bleck: „Der Kalikokrebs gefährdet als invasive gebietsfremde Art heimische Arten und macht dabei nicht vor Ländergrenzen halt. Seine Robustheit begünstigt seine Ausbreitung, die mittlerweile in der Region Grand Est (Frankreich) und in den Bundesländern  Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen nachgewiesen ist. Unter anderem deshalb teile ich die Einschätzung von Naturschutz-Experten, dass der Kalikokrebs in die EU-Liste der invasiven gebietsfremden Arten aufgenommen werden muss.

Die Bundesregierung erweckt in ihrer Antwort auf die Kleine Anfrage nicht den Eindruck, dass sie für die Gefährdung heimischer Arten durch den Kalikokrebs sensibilisiert ist. Gleichzeitig keine hinreichenden Erkenntnisse über die Erfüllung der notwendigen Kriterien für seine Aufnahme in die EU-Liste der invasiven gebietsfremden Arten zu haben und keinen weiteren Forschungsbedarf zu sehen, zeugt jedenfalls von mangelndem Problembewusstsein der Bundesregierung.

Daher fordere ich einen Bewusstseinswandel der Bundesregierung, heimische Arten vor dem Kalikokrebs zu schützen und dies durch eine ausgewogene Förderung von Forschungsprojekten zu unterstützen. In diesem Zusammenhang rege ich an, die Invasivitätsbewertung regelmäßiger mit der neuen Datenlage, vor allem den Untersuchungen aus den Jahren 2017 und 2018 am Oberrhein, abzugleichen.“

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