Pressemitteilung

Droese: Balkan-Prozess – Die EU diskutiert, die USA handeln

Berlin, 23. September 2020. Am 4. September 2020 haben Serbien und Kosovo in Washington eine Erklärung über „wirtschaftliche Normalisierung“ verabschiedet. Dabei wurde die Idee eines „Balkan-Schengen“ bekräftigt. Vertreter der EU und Politiker in Berlin üben Kritik.

Dazu äußert sich der Leipziger AfD-Bundestagsabgeordnete im EU-Ausschuss Siegbert Droese:

„Die Reaktionen aus Brüssel und Berlin sind bezeichnend. Da gibt es ausnahmsweise mal gute Nachrichten vom Balkan, aber Brüssel ist empört, weil die Vereinbarung zwischen Serbien und Kosovo in Washington nicht mit der EU abgesprochen war. Wozu denn? Damit in endlosen Ausschüssen in Brüssel und Straßburg alles totdiskutiert wird?

Wahrscheinlich ist Brüssel auch noch beleidigt, weil die Idee eines ‚Mini-Schengens‘ auf dem Balkan aus Belgrad und Tirana kam und nicht aus den hochbezahlten Think Tanks der EU. Und der ehemalige US-Botschafter in Berlin, Richard Grenell, hat offenbar, im Gegensatz zur EU, die Streithähne vom Westbalkan erfolgreich an den Verhandlungstisch gebracht.

Aber nein, alles sei – so der Grüne Manuel Sarrazin in seiner gewohnt ’sachlichen‘ Art – eine ’neokoloniale Macho-Show‘ von Donald Trump. Vielleicht sollte Brüssel mal darüber nachdenken, gemeinsam mit den USA – und sinnvollerweise auch mit Moskau – Lösungen für den Balkan voranzutreiben, anstatt die beleidigte Leberwurst zu spielen oder plumpen Anti-Trumpismus zu betreiben.“

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