Förderprogramm „Jung kauft Alt“ scheitert an realitätsfernen Sanierungsvorgaben

Förderprogramm „Jung kauft Alt“ scheitert an realitätsfernen Sanierungsvorgaben

Berlin, 12. Februar 2026. Die Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der AfD-Bundestagsfraktion unter Federführung der Abgeordneten Carolin Bachmann und Thomas Dietz zum Förderprogramm „Jung kauft Alt“ (KfW 308) zeigt deutlich: Das Programm ist an der Lebensrealität junger Familien vorbeikonzipiert – und faktisch gescheitert. Thomas Dietz erklärt:

„Seit der Einführung im September 2023 wurden bundesweit lediglich 913 Förderzusagen erteilt, davon nur 223 im gesamten Jahr 2024. Das frühere Baukindergeld (KfW 424) wurde vergleichsweise allein im Jahr 2020 über 124.731 Mal beantragt – insgesamt mehr als 427.000 Mal. Die Zahlen belegen klar: Wo echte Förderung ankommt, wird sie auch genutzt. ,Jung kauft Alt‘ hingegen bleibt ein Bürokratiemonster mit Scheinförderung. Die energetischen Anforderungen sind so überzogen, dass eine Sanierung oft über 130.000 Euro zusätzlich zum Kaufpreis kostet. Für junge Familien ist das schlicht unbezahlbar. Was als Hilfe verkauft wird, ist nichts weiter als ein zinsverbilligter Kredit – ohne Zuschuss, ohne Entlastung.“

Carolin Bachmann ergänzt: „Wer eine gebrauchte Immobilie kauft, soll sie heute energetisch aufrüsten, als würde man neu bauen – das ist vollkommen realitätsfern. Für viele junge Familien ist das der finanzielle Knock-out. Kein Wunder, dass die Antragszahlen so gering sind. Der Rückgang privater Bauherren unterstreicht das: Laut Statistischem Bundesamt sank ihre Zahl von 84.825 im Jahr 2018 auf nur noch 59.318 im Jahr 2024 – ein Rückgang von fast 30 Prozent. Eine Regierung, die jungen Menschen den Weg ins Eigenheim ebnen will, darf sie nicht gleichzeitig mit Auflagen und Illusionen erdrücken. Die minimale Zinsersparnis ist ein Witz, denn viele Banken bieten ohnehin bessere Konditionen – und das ganz ohne diesen bürokratischen Irrsinn.“ Thomas Dietz/Carolin Bachmann: „Wir fordern eine Rückkehr zu Förderinstrumenten, die sich bewährt haben. Was es braucht, sind echte Förderungen für Familien mit Kindern und eine Politik, die sich an den Möglichkeiten und Bedürfnissen der Bürger orientiert, nicht an ideologischen Sanierungsplänen. Wohnraum darf kein Luxus werden, sondern muss erreichbar bleiben – gerade für die junge Generation.“

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