Pressemitteilung

Friedhoff: Ernüchternde Bilanz für die Bundesregierung in der Bekämpfung der Ernährungsunsicherheit in Afrika

Berlin, 2. September 2020. Verschiedenen Presseberichten zufolge, steigen die Zahlen der von extremem Hunger betroffenen Menschen in Subsahara-Afrika, was bis zum Jahresende zum Tod von 67.000 Kindern führen könnte. Dazu erklärt der Obmann der AfD-Fraktion im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dietmar Friedhoff:

„Die Ernährungsunsicherheit in Subsahara-Afrika ist im Jahr 2020 durch zusätzliche Faktoren wie steigende Lebensmittelpreise, Vertreibungen, Heuschreckenplagen, Überschwemmungen sowie die Coronavirus-Pandemie stark verschärft worden. All diese Faktoren spiegeln aber nicht das Grundproblem, welches die afrikanischen Staaten haben, wider: das enorme Bevölkerungswachstum und die Sicherstellung der dazugehörigen Versorgung der Bevölkerung durch die afrikanischen Staaten selbst.

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung arbeitet seit vielen Jahrzehnten mit unzähligen Projekten daran, um die Ernährungssicherheit in Afrika zu verbessern. Dieses Engagement kann man durchaus mal kritisch hinterfragen. AGRA, die Allianz für eine grüne Revolution in Afrika, ist in diesem Zusammenhang ein sehr gutes Beispiel. In einer jetzt veröffentlichten Studie wird der Allianz bescheinigt, dass die Zahl der hungernden Menschen in den 13 Partnerländern nicht gesunken, sondern um fast ein Drittel gestiegen sei. Auch die Bundesregierung vereinbarte mit AGRA 2017 eine Zusammenarbeit.

Aufgrund dieser Studie sollte das BMZ die erforderlichen Konsequenzen ziehen: Umfassende Evaluierung von Projekten sowie deren langfristiger Wirksamkeit, nicht nur im Bereich der Landwirtschaft in Afrika, an denen die Bundesregierung mit deutschem Steuergeld beteiligt ist und Ausrichtung dieser Projekte an den Erfordernissen der dortigen Bevölkerung, welche auf lokale Techniken und Erfahrungen aufbauen.

Afrikanische Bauern sind meiner Meinung nach durchaus in der Lage und verfügen über das Wissen, Dünger und Saatgut herzustellen und die Umwelt zu schützen. Afrika hat es nicht verdient, am neokolonialen Gängelband westlicher Geldgeber und Staaten durch die internationale Manege geführt zu werden.“

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