Pressemitteilung

Friesen: Afghanistan-Einsatz beenden – keine Verlängerung des Desasters am Hindukusch

Berlin, 12. Februar 2021. In der Sitzung des Auswärtigen Ausschusses am 10. Februar hat sich der Vertreter der Bundesregierung dahingehend geäußert, dass das Mandat der Bundeswehr in Afghanistan verlängert wird. Dazu erklärt Der AfD-Bundestagsabgeordnete Anton Friesen, Mitglied des Auswärtigen Ausschusses, promoviert mit einer Doktorarbeit über die US-amerikanische Strategie im Afghanistankrieg:

„Deutschland wird nicht am Hindukusch verteidigt. Der Afghanistan-Krieg ist ein Desaster. Über 53 Bundeswehrsoldaten, darunter einige aus der Werratal-Kaserne in Bad Salzungen, die ich besucht habe, sind in Afghanistan gefallen.
Die Bundesregierung bezifferte auf Anfrage der AfD-Fraktion die militärischen und zivilen Kosten des Einsatzes 2019 auf 16,4 Milliarden Euro. Das DIW geht von noch höheren Kosten aus. Ursprünglich hatte die Bundesregierung angegeben, 5,5 Milliarden Euro ausgeben zu wollen.

Heute beherrschen die Taliban weite Teile des Landes – wie bei Beginn des Einsatzes 2001. Eine endlose Fortsetzung des Einsatzes ohne eine Exit-Strategie lehnen wir als AfD-Fraktion entschieden ab. Der Abzug aus Afghanistan muss jetzt eingeleitet werden! Nach Angaben der Bundeswehr ist ein vollständiger Abzug vom Hindukusch innerhalb von zehn Wochen möglich. Wir fordern: Afghanistan-Einsatz beenden, die Gründe des Scheiterns untersuchen, Schlussfolgerungen ziehen! Wir sagen ja zur Landesverteidigung, nein zu Auslandseinsätzen, die nicht im deutschen Interesse sind – wie in Afghanistan oder in Mali.“

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