Pressemitteilung

Friesen/Hampel: Deutschland sollte im Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan vermitteln

Berlin, 17. Juli 2020. Zu den jüngsten gewaltsamen Grenzauseinandersetzungen zwischen Armenien und Aserbaidschan erklärt Anton Friesen, Mitglied der südkaukasischen Parlamentariergruppe:

„Berg-Karabach, das völkerrechtlich zu Aserbaidschan gehört, aber mehrheitlich von Armeniern besiedelt ist, ist einer der unzähligen eingefrorenen Konflikte im post-sowjetischen Raum. Dass solche Konflikte auch schnell wieder heiß werden können, bestätigen die jüngsten militärischen Auseinandersetzungen mit Toten auf beiden Seiten.

2016 standen Aserbaidschan und Armenien kurz vor einem Krieg. Damals wurde das durch die gemeinsamen Vermittlungsbemühungen des deutschen und des russischen Außenministers verhindert. Wir fordern Heiko Maas auf: Vermitteln Sie gemeinsam mit Ihrem russischen Amtskollegen, um einen verhängnisvollen Krieg im Südkaukasus zu verhindern! Deutschland ist Mitglied der Minsker Gruppe der OSZE, Deutschland hat beste Beziehungen mit Aserbaidschan und Armenien — historisch, wirtschaftlich, kulturell.“

Armin-Paulus Hampel, außenpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag, ergänzt:

„Ein militärischer Konflikt um Berg-Karabach würde in der ganzen Region, die für uns von energie- und sicherheitspolitischem Interesse ist und die

geostrategische Schnittachse zwischen Europa und Asien darstellt, einen Flächenbrand entfachen. Die Türkei, Iran, Russland — sie alle würden eingreifen. Der deutsche Außenminister kann hier beweisen, dass er außenpolitisches Format besitzt und nicht als schlechtester Außenpolitiker Deutschlands in die Geschichte eingehen will.“

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