Pressemitteilung

Hampel: Chinas kalte Machtergreifung in Hong Kong

Berlin, 25. Mai 2020. Vor dem Hintergrund der Corona-Krise plant der aktuell tagende Volkskongress in Peking weitreichende Gesetze, die auch die Sonderregelungen für Hong Kong betreffen. Dazu erklärt der außenpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Armin-Paulus Hampel:

„Chinas KP schafft Fakten und benutzt die Corona-Pandemie, um über die Hintertür die Sonderrolle Hong Kongs zu beschneiden. Die Maxime Ein Land – zwei Systeme soll fallen, um den Einfluss Pekings endgültig durchzusetzen. Offiziell gilt das zwischen China und Großbritannien ausgehandelte Abkommen für die frühere britische Kronkolonie noch bis 2047. Peking will sich offenbar nicht mehr daran halten, zumindest was den politischen Teil betrifft. Die Marktwirtschaft in der Sonderverwaltungszone soll weiter florieren, die demokratischen Strukturen sollen geschliffen werden. Peking kann jetzt chinesische Gesetze in Hong Kong einführen, was per Erlass so bisher nicht möglich war. Damit reagieren die Kommunisten auf die Proteste der demokratischen Opposition in der Metropole der letzten Monate. Präsident Xis Anspruch auf totale Kontrolle trifft nicht allein Hong Kong. Es wird auch Taiwan treffen, das als abtrünnige Provinz gilt. Der Machtanspruch der chinesischen Kommunisten bleibt inzwischen nicht nur auf die Volksrepublik beschränkt – er ist global. Ja, wir müssen mit China Handel betreiben. Aber nein, wir dürfen keine Vertragsbrüche und chinesischen Kolonialisierungsbestrebungen weltweit hinnehmen. Die Bundesregierung ist aufgefordert, Peking diese Sicht deutlich zu machen.“

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