Pressemitteilung

Hilse: Ein Endlager für den Wertstoff „Atommüll“ wird es in der modernen Welt nicht mehr brauchen

Berlin, 29. September 2020. Zum aktuellen „Zwischenbericht Teilgebiete“ zur Standortsuche nach einem Endlager für radioaktive Reststoffe aus Kernkraftwerken erklärt der umweltpolitisch Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Karsten Hilse:

„Mit 90 möglichen Standorten für ein atomares Endlager ist das Kalkül der grünen Endlagervermeidungsstrategen aufgegangen, denn dank programmierten endlosen Streites wird es ein Endlager dieser Art in Deutschland nie geben. Die Strategen haben jedoch übersehen, dass die technische Entwicklung sie überrollt hat. Flüssigsalzreaktoren moderner Bauart vermindern die Menge beträchtlich und verkürzen die Zeit der Lagerung auf einige hundert Jahre. Sie könnten an jedem KKW-Standort statt der dortigen Zwischenläger errichtet werden.

90 mögliche Standorte will die Expertenkommission der Bundesgesellschaft für Endlagerung in ihrem Bericht in Deutschland gefunden haben. Gorleben, für knapp 2 Milliarden Euro von hochkompetenten Experten ausgeforscht und aufs Sicherste ausgebaut, wurde jedoch rausgeworfen. Welch ein Zufall! Ist doch damit die heimtückische Strategie aller Kernkraftgegner aufgegangen, besonders beheimatet in den grünen Altparteien, durch Säen von Streit und Zwietracht die Lösung der Endlagerfrage – als Dreh- und Angelpunkt aller Ängste vor der Kernkraft – de facto ins Unendliche zu verschieben. Denn 90 Standorte bedeuten 90 Streithähne. Und Bayern vorneweg.

Ohne große prophetische Fähigkeiten zu benötigen, kann man heute schon feststellen: Ein Endlager des bisherigen Typs wird es nach dieser Vorlage in Deutschland nie geben.

Dabei wurde jedoch übersehen, dass die Welt sich längst weitergedreht hat. Ein Endlager für den Wertstoff ‚Atommüll‘ wird es in der modernen Welt nicht mehr brauchen. Moderne Flüssigsalz-Reaktorkonzepte mit modernen pyrochemischen Trenntechniken erlauben es, den fälschlich als Atommüll bezeichneten Wertstoff durch gezielte Transmutation zur Energieerzeugung zu verwenden und gleichzeitig den wirklichen Restmüll so zu verringern, dass ein geologisches Endlager überflüssig wird. Man benötigt nur noch Mini-Läger für wenige hundert Jahre.  – ein enormer Gewinn an Flächen- und Raumbedarf, bei gleichzeitig beherrschbaren Sicherheitsanforderungen. Diese Reaktoren könnten daher auch direkt auf das Gelände der jetzt stillgelegten aber noch restaktiven Kernkraftwerke errichtet werden.

Nutzt man diese Möglichkeit nicht, und lässt den radioaktiven Abbrand weiter in den einfach zugänglichen Zwischenlägern auf dem Gelände der Kernkraftwerke, so vergeht man sich einmal mehr aus rein ideologischen Gründen an der Sicherheit seiner Bürger.“

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