Pressemitteilung

Höchst: Aufarbeitung von Pädophilie in der Jugendhilfe ist aktiver Kindesschutz

Berlin, 19. Juni 2020. In einem Forschungsprojekt und Gutachten der Universität Hildesheim wurde von März 2019 bis Mitte Juni 2020 eine Infrastruktur – der Jugendwohlfahrt und der Kinder- und Jugendhilfe – offengelegt, innerhalb derer vor einigen Jahrzehnten pädophiles Wirken möglich und realisiert wurde.

Hauptakteur war der Psychologe Helmut Kentler, ein Abteilungseiter des von Willy Brandt gegründeten „Pädagogischen Zentrums“. Er spezialisierte sich in den 60-iger und 70-iger Jahren des vorigen Jahrhunderts auf Trebegänger, also auf jugendliche Herumtreiber, welche er mit Unterstützung eines Netzwerkes, bestehend aus höchsten politischen Stellen, Institutionen und der Jugendhilfe, in die Obhut von Päderasten überführte. Jetzt erst soll entschädigt werden.

Die AfD-Bundestagsabgeordnete Nicole Höchst dazu:

„Als Pflegestellen getarnt, bekamen homosexuelle Männer männliche Kinder und Jugendliche zugeführt. Deren abscheuliches Wirken wurde nicht nur geduldet, sondern in der Fallverantwortung der Jugendhilfe begleitet und unterstützt. Die Gutachter stellten fest, dass hier das Versagen der Kinder- und Jugendhilfe offenbar wird und keinerlei Aufarbeitung erfolgte.

Auf der einen Seite ist man fast ein halbes Jahrhundert nicht bereit, Kindesmissbrauch der übelsten Sorte effektiv aufzuarbeiten. Auf der anderen Seite will man unter dem Deckmäntelchen der ‚Kinderrechte ins Grundgesetz‘ tiefe Eingriffe des Staates in das Innerste von Familien ermöglichen. Wer kann da noch Vertrauen in die Seriosität unserer Familienpolitik haben? Der SPD-regierte Berliner Senat sieht erst jetzt Handlungsbedarf.

Wie schaut es mit den Jugendämtern heute aus? Sie kämpfen mit fehlendem Personal, fehlenden Mitteln, steigenden Inobhutnahmen, immer mehr kaputten Familien. Die staatlichen Eingriffe, überschritten in 2019 die Millionengrenze. Kestner ist wohl nicht mehr möglich, dennoch steigen die Zahlen von Kindesmissbrauch und Kinderpornographie. Das ist eine erschreckende Bilanz. Die zunehmende Einflussnahme des Staates erkennt man am ehesten an seinen Ausgaben. 1991 wurden laut Statistischem Bundesamt 3,09 Milliarden für die Jugendhilfe ausgegeben. 2019 waren es bereits über 50 Milliarden mit steigender Tendenz. Ob es sich hier um ein positives Zeichen unseres Sozialstaates handelt oder eher um die Folgen einer falschen Entwicklung, mag jeder selbst beurteilen. Die Jugendhilfe ist jedenfalls ein sich selbst ernährender geldhungriger Moloch und Industriezweig geworden, der sich nur allzu oft jedweder Kontrolle entzieht. Das Gutachten der Universität Hildesheim stellen, wie die Elting-Studie, einen Anfang einer dringend notwendigen Aufarbeitung und Bestandsanalyse dar, dem Taten folgen müssen. Angesichts der vielen anderen Probleme muss vermutlich die gesamte Familienpolitik auf den Prüfstand, denn der Schutzraum Familie ist elementar. Angesichts der Ergebnisse der Gutachten, kann man sich dem Bedürfnis, unsere Kinder vor dem Staat schützen zu müssen, kaum noch erwehren. Aus Sicht der AfD-Fraktion besteht hier Handlungsbedarf.“

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