Pressemitteilung

Jongen: Der Vandalismus in den Staatlichen Museen zu Berlin ist ein Fanal für unser gesamtes Kulturerbe

Berlin, 29. Oktober 2020. Die skandalöse Beschädigung von zahlreichen Artefakten der Berliner Museumsinsel am Nationalfeiertag war Thema in der 56. Sitzung des Bundestagsausschusses für Kultur und Medien am 28. Oktober 2020, zu dem der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Prof. Dr. Hermann Parzinger, sowie die stellv. Generaldirektorin der Staatlichen Museen zu Berlin, Prof. Dr. Christina Haak, geladen waren. Hierzu erklärt der kulturpolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag, Marc Jongen:

„Wer auch immer hinter den Vandalenakten auf der Museumsinsel steht, diese müssen im Zusammenhang mit Bestrebungen des kulturlinken Mainstream gesehen werden, unser gesamtes kulturelles Erbe zur Disposition zu stellen. ,Cancel Culture‘, auf Deutsch Abbruchkultur, ist das Schlagwort, das Gesinnung zum Maßstab kultureller Hervorbringungen machen will und dabei auch nicht davor zurückschreckt, Kunstwerke zu beschädigen oder Denkmäler zu schleifen. Da sind die eigentlichen Gründe für den ,Angriff auf die Kultur‘ bzw. den ,unglaublichen Vandalismus‘, den Prof. Parzinger zurecht beklagt, ohne aber Ross und Reiter zu nennen.

Die neomarxistische Ideologie des Postkolonialismus, die in die Kulturpolitik sämtlicher Altparteien Einzug gehalten hat, bildet den geistigen Nährboden der ,Abbruchkultur‘. Solange die Regierung, unterstützt von der linksgrünen Pseudoopposition, aktiv daran mitwirkt, die deutsche und europäische Geschichte zu einer Kriminalgeschichte umzuschreiben und den Besitz von Sammlungsgütern aus den Kulturen der Welt moralisch zu delegitimieren, werden sich Vandalen und politische Extremisten zu Beschädigung, Raub und Denkmalsturz ermutigt fühlen. Über den Postkolonialismus muss endlich offen diskutiert werden, das ,Deplatforming‘ abweichender Stimmen muss aufhören.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters ist aufgefordert, ihrer Ansage, es gehe bei dem ,Angriff‘ auf der Museumsinsel um ,unser aller Kulturerbe‘, endlich konkrete Taten folgen zu lassen. In Form einer klaren Abgrenzung von der ,Abbruchkultur’, aber auch durch ein überzeugendes Sicherheitskonzept. Wie kann es sein, dass zahlreiche Artefakte in mehreren Museen der Museumsinsel, darunter das laut Bundesregierung ,grundinstand gesetzte‘ Pergamonmuseum, unbemerkt in der Öffnungszeit beschädigt werden? Wie ist es zu rechtfertigen, dass beispielsweise die Kulturstiftung des Bundes kostenintensive, ideologisch getriebene Projekte mit Steuergeldern sponsert, während notwendige Investitionen in den Bauunterhalt und in die Sicherheitstechnik in den Staatlichen Museen zu Berlin unterbleiben? Gegen diese falsche Prioritätensetzung im Kulturhaushalt wird sich die AfD-Fraktion weiterhin entschieden positionieren.“

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