Pressemitteilung

Magnitz: Erschreckende Entwicklung bei Airbus gefährdet Arbeitsplätze und Zulieferer

Berlin, 31. Juli 2020. Von den angekündigten rund 15.000 Stellenstreichungen bei Airbus weltweit ist Deutschland überproportional betroffen. Das für luft- und raumfahrtpolitische Fragen zuständige Mitglied der AfD-Bundestagsfraktion, Frank Magnitz, erklärt dazu:

„Mit Corona wird derzeit jedweder Misserfolg begründet. Dabei liegen die wirklichen Ursachen tiefer: Handelsstreit mit den USA wegen strittiger Beihilfen, Strafzölle auf Flugzeugimporte von 15 Prozent, geringe Nachfrage für den A 380, Milliardenstrafen wegen eines Korruptionsskandals – bei denen Frankreich allein in 2019 2,1 Mrd. Euro kassierte, während der Fehlbetrag im Geschäftsjahr 2019 von knapp 1,4 Mrd. Euro anteilig Deutschland zugewiesen wird. Der auch von der Bundesregierung mit verursachte Wirtschaftseinbruch ist nur eine von mehreren Auslösern der Krise der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie.

Die Bundesregierung wird aufgefordert zu verhindern, dass Airbus weiterhin so viele Arbeitsplätze von Deutschland nach Frankreich verlagert, wie bisher. Wenn Airbus für zwei Jahre die Produktion um 40 Prozent drosselt, gerät auch ein großer Teil der Zulieferer hierzulande in große Bedrängnis. Den Menschen in den betroffenen Regionen Deutschlands müssen Zukunftsaussichten geboten werden, statt den europäischen Partnern Milliarden zur Rettung ihrer Industrien zur Verfügung zu stellen. Wollen wir die Arbeitsplätze im Luft- und Raumfahrtsektor in Deutschland erhalten, muss die Bundesregierung als Anteilseigner von Airbus auch endlich deutsche Interessen im Konzern vertreten. Schließlich ist Deutschland in gleicher Höhe beteiligt wie Frankreich. Wir haben nichts mehr zu verschenken.“

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