Pressemitteilung

Spangenberg: Panikmache seitens „Die Welt“ geht an Corona-Realität vorbei

Berlin, 4. Dezember 2020. Die Zeitung „Die Welt“ betitelt einen am 02. Dezember 2020 online erschienen Artikel mit der Aussage, dass „Rund 50 Prozent der Covid-19-Intensivpatienten in Deutschland starben“. Das klingt bedrohlich, wird der Realität damit aber nicht gerecht.

Die Zeitung bezieht sich hierbei auf eine Beobachtungsstudie vom Frühjahr dieses Jahres, die schon im Juli 2020 in „The Lancet“, einer medizinischen Fachzeitschrift, veröffentlicht wurde. Hier wurden Daten von 10.000 AOK-Versicherten, die von Ende Februar bis Mitte April in einem deutschen Krankenhaus stationär aufgenommen wurden, untersucht.

Dabei bestätigten die Autoren das, was andere Wissenschaftler auch schon herausgefunden haben: Es verstarben 52,5 Prozent der beatmeten Intensivpatienten, 22,2 Prozent der hospitalisierten Patienten sind verstorben.

Aber nur 17 Prozent der nachgewiesen Infizierten wurden hospitalisiert (https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html); Es besteht eine erhebliche 11- bis 20fache Untererfassung der Infizierten (https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html); der Fall-Verstorbenen-Anteil lag gemäß der Studie somit bei 3,78 Prozent; die Letalität bei Berücksichtigung der Untererfassung bei 0,34 bzw. 0,19 Prozent.

Das liegt im Bereich der Grippelethalität von 0,1-0,2 Prozent (https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/109704/Robert-Koch-Institut-Sars-CoV-2-toedlicher-als-Influenzavirus) nur mit dem Unterschied, dass der Altersmedian von Covid-19-Verstorbenen bei 82 Jahren liegt (https://www.derstandard.de/story/2000117467672/altersverteilung-sterblichkeitsrate-und-weitere-internationale-zahlen-zu-covid-19), der Altersmedian bei Grippetoten bei 79 Jahren (Spannbreite 0 bis 101 Jahre) (https://influenza.rki.de/Saisonberichte/2017.pdf).

Erneut wird mit der Studie bestätigt: Das eigentliche Risiko ist das Alter der Infizierten. Senioren sind deshalb zu schützen. Es ist eine zentrale Forderung der AfD-Fraktion, hier aktiv umfangreiche Maßnahmen einzuleiten.

Die Studie bringt keine neuen Erkenntnisse, sondern unterstreicht nur nochmals die Notwendigkeit zielgerichteter Vorbeugung und Schutz an Stelle von Testaktionismus und willkürlicher unverhältnismäßiger Einschränkungen des öffentlichen Lebens.

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