Pressemitteilung

Stephan Protschka: Agri-Photovoltaikanlagen nur auf ertragreichen Ackerflächen zu fördern ist falsch

Berlin, 11. Februar 2022. Ein neues Eckpunkte-Papier der Bundesregierung sieht vor, dass der Bau von Agri-Photovoltaikanlagen auf Ackerflächen durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz künftig förderfähig werden soll. Mit modernen Agri-Photovoltaikanlagen ist auf Agrarflächen eine energetische und landwirtschaftliche Doppelnutzung auf derselben Fläche möglich. Die Bundesregierung erhofft sich, dass auf diese Weise bis zu 200 Gigawatt zusätzliche Photovoltaik-Leistung installiert werden kann.

Dazu äußert sich der agrarpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Stephan Protschka, wie folgt:

„Dieses Vorhaben ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits begrüßen wir, dass sich mit der Förderung von Agri-Photovoltaikanlagen für die Bauern dringend benötigte zusätzliche Einkommensmöglichkeiten bieten. Andererseits halten wir es für falsch, dass dies nur auf den ertragreichen Ackerflächen möglich sein soll, obwohl sich doch extensive Standorte wie Grünland und Schutzgebiete deutlich besser dafür eignen würden. Diese Standorte dürfen nicht ausgeschlossen werden.

Auch wenn Agri-Photovoltaikanlagen grundsätzlich eine energetische und landwirtschaftliche Doppelnutzung auf derselben Fläche ermöglichen, so sollten die ohnehin knappen ertragreichen Agrarflächen auch weiterhin in erster Linie der Nahrungsmittelproduktion dienen. Wir fordern die Bundesregierung deshalb ausdrücklich auf, den weiteren Verlust von landwirtschaftlichen Flächen zu vermeiden und unsere Ernährungssicherheit zu schützen. Außerdem lehnen wir den Neubau von großflächigen Photovoltaik-Freiflächenanlagen, die im Gegensatz zu Agri-Photovoltaikanlagen in direkter Flächenkonkurrenz zur landwirtschaftlichen Produktion stehen und unsere einzigartigen Kulturlandschaften verschandeln, ab.“

 

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