Verhinderung von Zwangsverheiratungen und Kinderehen in Deutschland

Verhinderung von Zwangsverheiratungen und Kinderehen in Deutschland

Berlin, 07. Juli 2026. Wir, die AfD-Bundestagsfraktion, fordern mit unserem Antrag die Bundesregierung auf, endlich eine bundesweite Studie in Auftrag zu geben, um das tatsächliche Ausmaß von Zwangsverheiratungen und Kinderehen in Deutschland zu erfassen, einschließlich der sogenannten sozialen Eheschließungen, die den Behörden bislang oft verborgen bleiben. Wir weisen darauf hin, dass trotz des Gesetzes zur Bekämpfung von Kinderehen aus dem Jahr 2017 und der Strafbarkeit von Zwangsheirat seit 2011 Fälle wie die Verurteilung eines Syrers durch das Landgericht Essen im Januar 2026 weiterhin vorkommen, bei denen Minderjährige unter Gewalt zu sexuellen Missbrauch gezwungen wurden. Wir kritisieren, dass die Bundesregierung weder über verlässliche Zahlen verfügt noch eine zentrale Erfassung dieser Verbrechen betreibt und dass Aufklärungskampagnen an Schulen und in den sozialen Medien dringend notwendig sind, um Betroffene zu schützen und auf Beratungsstellen hinzuweisen. Wir betonen, dass die Eheschließungsfreiheit nach dem Grundgesetz für alle in Deutschland lebenden Personen gilt und dass weder Tradition noch Kultur Zwangsverheiratungen rechtfertigen dürfen.

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