Pressemitteilung

Wolfgang Wiehle: AfD-Fraktion beantragt Befassung des Verkehrsausschusses mit S-Bahn-Unglück

Berlin, 15. Februar 2022. Die AfD-Bundestagsfraktion beantragt die Befassung des Verkehrsausschusses mit dem S-Bahn-Unglück bei Schäftlarn im Landkreis München.

Der stellv. verkehrspolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Wolfgang Wiehle, erklärt dazu:

„Am 14. Februar ereignete sich auf eingleisiger Strecke ein schwerer Bahnunfall. Zwei S-Bahn-Triebzüge der Münchner Linie S 7 prallten aufeinander. Ein Fahrgast ist zu Tode gekommen, viele Menschen sind zum Teil schwer verletzt worden. Der von der S 7 befahrene Streckenabschnitt zwischen Höllriegelskreuth und Wolfratshausen ist nach wie vor gesperrt.

Zwischenzeitlich ist bekannt geworden, dass es an der Strecke am Unfalltag schon vor der Katastrophe Störungen an Bahnübergängen gegeben haben soll. Es sollen die Signale neutralisiert worden sein. Die Lokführer erhalten in diesem Fall Anweisungen von den Fahrdienstleitern. Zu befürchten ist, dass es dabei zu Missverständnissen gekommen ist. Offensichtlich gibt es keine digitalen Sicherungssysteme für derartige Fälle.

Vor sechs Jahren geschah bei Bad Aibling – auch auf eingleisiger Strecke in Oberbayern – eine ähnliche Katastrophe mit sogar noch höherer Opferzahl. Die Erfahrungen aus diesem Unfall scheinen aber nicht ausreichend zur Verbesserung der Sicherheit auf eingleisigen Strecken umgesetzt worden zu sein.

Die AfD-Fraktion hat viele drängende Fragen an Bundesregierung und Deutsche Bahn und fordert eine schonungslose Aufarbeitung der Versäumnisse ein. Insbesondere muss die Deutsche Bahn sich fragen lassen, ob sie die heutigen technischen Möglichkeiten für eine zusätzliche digitale Zugsicherung bei Signalausfällen zum Einsatz bringt und in welchem technischen Zustand ihre Bahnübergänge sind, die bei dieser Katastrophe als ursprünglicher Auslöser im Verdacht stehen.

Ziel muss eine deutliche Verbesserung der Sicherheit auf eingleisigen Strecken sein. Es wird eine schonungslose Aufklärung seitens der Bundesregierung eingefordert.“

 

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