EU-Chipstrategie gescheitert, jetzt braucht Deutschland dringend einen Kurswechsel
EU-Chipstrategie gescheitert, jetzt braucht Deutschland dringend einen Kurswechsel
Berlin, 19. August 2026. Zum Chips Act 2.0 der EU teilt der AfD-Bundestagsabgeordnete Tobias Teich, Mitglied im Europa-Ausschuss des Deutschen Bundestages und Berichterstatter für Digitales, mit:
„Der europäische Chips Act hat sein zentrales Ziel verfehlt. Statt den europäischen Anteil am weltweiten Halbleitermarkt bis 2030 auf 20 Prozent zu steigern, rechnet der Europäische Rechnungshof nur mit knapp 12 Prozent. Damit bleibt Europa bei einer der wichtigsten Schlüsseltechnologien der Zukunft weiterhin schwach und abhängig.
Auch ein Chips Act 2.0 wird die grundlegenden Probleme nicht lösen, solange die Standortbedingungen schlecht bleiben. Umso bedenklicher ist, dass die EU mit milliardenschweren KI-Gigafactories nun erneut auf staatlich gelenkte Großprojekte setzt, obwohl erhebliche Zweifel an Wirtschaftlichkeit, Energieversorgung und tatsächlichem Bedarf bestehen. Statt die wirklichen Probleme in Europa anzugehen, reagiert Brüssel wieder einmal lediglich mit ‚more of the same‘ und setzt Milliarden von Steuergeldern in den Sand.
Europa leidet unter zu viel EU-Bürokratie, langwierigen EU-Genehmigungsverfahren, hohen Kosten und einem fragmentierten Kapitalmarkt. Gleichzeitig investieren die USA und asiatische Staaten massiv in ihre eigene Halbleiterindustrie. Verzögerte oder gestrichene Großprojekte wie die Intel-Fabrik in Magdeburg zeigen deutlich: Milliardenschwere Subventionen allein schaffen noch keinen wettbewerbsfähigen Industriestandort.
Die AfD-Bundestagsfraktion fordert deshalb einen grundlegenden Kurswechsel. Deutschland braucht wettbewerbsfähige Energiepreise, schnellere Genehmigungen, weniger Bürokratie, bessere steuerliche Rahmenbedingungen und eine starke Forschungslandschaft.
Ziel muss sein, möglichst große Teile der Halbleiter-Wertschöpfungskette wieder in Deutschland abzubilden – von der Siliziumproduktion über Wafer bis zum fertigen Chip.
Deutschland braucht keine neue Subventionsspirale aus dem gescheiterten Brüssel, sondern Standortbedingungen, unter denen sich industrielle Produktion, Forschung und Investitionen wieder lohnen.“
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