AfD-Fraktion fordert wirtschaftlichen Umgang mit Steuergeldern bei Beschaffung von Fregatten

AfD-Fraktion fordert wirtschaftlichen Umgang mit Steuergeldern bei Beschaffung von Fregatten

Berlin, 14. September 2026. Das Bundesverteidigungsministerium will die älteren Flugabwehr-Fregatten durch acht neue Schiffe des Typs F-127 ersetzen. Doch die geplante Beschaffung wird deutlich teurer als bislang angenommen. Statt rund 26 Milliarden Euro werden in dieser frühen Planungsphase inzwischen bis zu 40 Milliarden Euro veranschlagt. Damit würde ein einziges Schiff rund fünf Milliarden Euro kosten. Ausgaben für Munition und zusätzliche Hafeninfrastruktur kämen noch hinzu. Nach den erheblichen Problemen und Milliardenverlusten beim F-126-Projekt droht damit bereits das nächste Großvorhaben der Marine aus dem Ruder zu laufen. Dazu erklärt der AfD-Bundestagsabgeordnete Thomas Ladzinski:

„Dass die älteren Flugabwehr-Fregatten ersetzt werden müssen, steht außer Frage. Aber bei einem Stückpreis von rund fünf Milliarden Euro scheint Verteidigungsminister Pistorius, endgültig jedes Gefühl für finanzielle Größenordnungen verloren zu haben.

Für diese Summe lassen sich große Infrastrukturprojekte, zahlreiche Schulen und Krankenhäuser oder tausende Wohnungen finanzieren – hier geht es um den Preis für ein einziges Schiff.

Angesichts der ohnehin enormen Neuverschuldung muss das Verteidigungsministerium seine Ausgaben streng am wirtschaftlichen und sparsamen Umgang mit Steuergeld ausrichten. Im Hinblick auf die derzeitige Schuldenentwicklung des Bundeshaushalts ist völlig offen, ob ein Projekt dieser Größenordnung hinsichtlich der desolaten Haushaltslage in den nächsten Jahren überhaupt noch finanziert werden kann.

Hinzu kommt: Eine Fregatte steht nicht dauerhaft für Einsätze zur Verfügung. Wartung, Reparaturen, Ausbildung und Einsatzvorbereitung führen zu langen Liegezeiten. Wer bestimmte Fähigkeiten dauerhaft gewährleisten will, braucht deshalb mehrere Schiffe.

Das Bundesverteidigungsministerium muss daher genau darlegen, welche Fähigkeiten tatsächlich in diesen Schiffen benötigt werden und ob einzelne Aufgaben nicht günstiger und zuverlässiger mit kleineren seegehenden Einheiten oder landgestützten Systemen erfüllt werden können.

Als AfD-Fraktion fordern wir eine transparente Gegenüberstellung von Kosten, militärischem Nutzen und möglichen Alternativen. Nach dem Desaster bei der F-126-Beschaffung darf die Bundesregierung nicht erneut jahrelang zuschauen. Sie muss handeln, bevor auch dieses Milliardenprojekt aus dem Ruder läuft.“

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