Küstenfischer brauchen Planungssicherheit statt jährlicher Zitterpartie

Küstenfischer brauchen Planungssicherheit statt jährlicher Zitterpartie

Berlin, 29. Oktober 2026. Die EU-Fischereiminister haben am Montagabend in Luxemburg die Fangquoten für Fischbestände in der Ostsee für das Jahr 2027 festgelegt. Die Kleine Küstenfischerei darf im kommenden Jahr weiterhin begrenzt mit Stellnetzen Hering in der westlichen Ostsee fangen. Auch Dorsch als Beifang darf weiterhin genutzt werden. Dem Beschluss gingen Pläne der EU-Kommission voraus, die gezielte Heringsfischerei massiv einzuschränken. Für viele Betriebe hätte das das Aus bedeutet. Zur Festlegung der neuen Ostseequoten im EU-Fischereirat teilt AfD-Bundestagsabgeordnete Dario Seifert mit:

„Dass die existenzbedrohenden Einschränkungen vorerst abgewendet wurden, ist für die Küstenfischer eine Erleichterung. Von einer Lösung kann aber keine Rede sein. Die Regelung gilt nur für ein Jahr. Im Herbst 2027 beginnt das Ringen um Fangmöglichkeiten in der Ostsee von vorn. Die Zahl der Betriebe zeigt, was das bedeutet. In Mecklenburg-Vorpommern sank sie von 950 Haupterwerbsbetrieben im Jahr 1990 auf 144 Haupt- und 123 Nebenerwerbsfischer im Jahr 2025. Wer einen Kutter finanziert, Netze beschafft und Personal beschäftigt, kann nicht jedes Jahr im Oktober darauf warten, ob Brüssel den Betrieb für das nächste Jahr erlaubt. Die Pläne der EU-Kommission für massive Einschränkungen der Heringsfischerei waren ein Schlag gegen unsere Küstenfischer. Die Kleine Küstenfischerei arbeitet mit passiven Fanggeräten und gefährdet die Bestände nicht. Sie ist ein Stück Heimat und Kulturgut. Die AfD-Fraktion fordert deshalb endlich Planungssicherheit durch mehrjährige, verlässliche Regelungen. Die Bundesregierung muss sich in Brüssel dafür einsetzen, statt sich jedes Jahr für das Abwenden des Schlimmsten feiern zu lassen.“

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