Kernkraft auch bei Niedrigwasser verfügbar – Wiedereinstieg bleibt aktuell
Kernkraft auch bei Niedrigwasser verfügbar – Wiedereinstieg bleibt aktuell
Berlin, 7. August 2026. Der Leiter der AG Kernkraft der AfD-Bundestagsfraktion Paul Schmidt hat die aktuellen Angriffe auf die Kernenergie scharf zurückgewiesen, über die bundesweit berichtet wurde. Anlass sind die Abschaltungen und Drosselungen einzelner Kernkraftwerke (KKW) in Ungarn und Rumänien wegen Niedrigwasser an der Donau. Zu der Theorie, auch Atomkraft sei deshalb wetterabhängig, erklärt Paul Schmidt:
„Die Behauptung, der Klimawandel sei der Todesstoß für die Kernenergie, ist ein durchsichtiges ideologisches Ablenkungsmanöver der Atomausstiegs-Lobby. Weltweit ist das Gegenteil der Fall, denn nicht nur unsere Nachbarländer bauen mehr und mehr Kernkraftwerke; weltweit sind derzeit mehr als 65 Kernkraftwerksblöcke im Bau.
Was in Ungarn und Rumänien passiert, hat mit moderner Kerntechnik und erst recht mit den deutschen Anlagen nichts zu tun. Das ungarische Kraftwerk Paks arbeitet – im Gegensatz zu deutschen KKW – ausschließlich mit Durchlaufkühlung und ist daher unmittelbar auf enorme Mengen Flusswasser angewiesen – bis zu 50 Kubikmeter pro Sekunde. Die Entnahmerohre waren zudem zu flach verlegt. Das ist ein Planungsfehler, kein systemisches Versagen der Kernkraft.
Deutsche Kernkraftwerke – und fast alle modernen Anlagen in Europa – nutzen Kreislaufkühlung mit Nass-, Hybrid- oder Trockenkühltürmen. Der Wasserbedarf sinkt damit dramatisch: Isar 2 entnahm der Isar effektiv nur rund 0,7 Kubikmeter pro Sekunde, Neckarwestheim lief zuverlässig am Neckar, der kaum ein Zehntel der Wassermenge des Rheins führt. Philippsburg und andere Standorte waren praktisch unabhängig von Flusspegeln.
Fachleute wie Wolfgang Czolkoss vom VGBE und Michael Prasser von der ETH Zürich belegen klar: Kühlprobleme betreffen ausschließlich ältere Durchlaufsysteme. Mit Kühltürmen gäbe es diese Probleme gar nicht. Das amerikanische KKW Palo Verde steht ohne Fluss mitten in der Wüste in Arizona und kühlt drei KKW-Blöcke mit dem Abwasser umliegender Städte. – Offensichtlich sind die medienwirksam durch sogenannte ‚Experten‘ mühsam hochstilisierten angeblichen technischen Probleme der Kernkraft längst gelöst.
Hinzu kommt: Die deutschen Kernkraftwerke haben die nationalen und europäischen Stresstests nach dem Fukushima-Unglück mit überdurchschnittlich guten Ergebnissen bestanden, wo nötig wurden damals Nachrüstungen durchgeführt, um die Not- und Nachkühlung auch ohne den Fluss sicherzustellen. Die Reaktorsicherheitskommission stellte fest, dass unsere Anlagen robuster gegen Stromausfall und Hochwasser ausgelegt waren als Fukushima.
Große Sicherheitsreserven, redundante Notstromversorgung und diversifizierte Wärmesenken gehören in Deutschland zum Standard. Genau diese Anlagen hat die Ampel- und ihre Vorgängerregierung ideologiegetrieben abgeschaltet – und damit Deutschlands Versorgungssicherheit und Industriestandort mutwillig geschädigt. Das Festhalten von Schwarz-Rot am Atomausstieg kostet aufgrund der seither horrend hohen deutschen Strompreise jeden Tag mehr Arbeitsplätze.
Während Wind und Sonne bei Dunkelflaute oder Hitzeflaute gleichzeitig ausfallen, liefert Kernkraft CO₂-freien, grundlastfähigen und wetterunabhängigen Strom – wenn man sie richtig baut und betreibt. Der Wiedereinstieg in die Kernenergie wäre der vernünftige Weg, anstatt weiter Milliarden in zusätzliche Gaskraftwerke und volatilen Ökostrom zu pumpen.
Die AfD-Bundestagsfraktion fordert die Bundesregierung daher auf, die ideologische Blockadehaltung aufzugeben, den Rückbau der stillgelegten modernsten Kernkraftwerke unverzüglich zu stoppen und die rechtlichen Rahmenbedingungen für einen zügigen Wiedereinstieg in die Kernenergie zu schaffen.“
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