Bundesregierung erhöht die Sozialabgaben durch die Hintertür

Bundesregierung erhöht die Sozialabgaben durch die Hintertür

Berlin, 7. Oktober 2026. Die Bundesregierung setzt die Rechengrößen der Sozialversicherung jährlich neu fest. Heute hat das Kabinett die Werte für 2027 beschlossen. Danach müssen Beschäftigte ab dem 1. Januar 2027 auf einen deutlich größeren Teil ihres Einkommens Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge zahlen: Die Einkommensgrenze, bis zu der Beiträge fällig werden, steigt um 9,7 Prozent auf 6.375 Euro im Monat – mehr als doppelt so stark wie die Löhne. Der Grund: Die Regierung hebt die Grenze einmalig um zusätzliche 300 Euro an, um die Finanzlöcher der Krankenkassen zu stopfen. Auch in der Renten- und Arbeitslosenversicherung steigt die Grenze. Arbeitnehmer zahlen künftig bis zu rund 1.220 Euro mehr Beiträge im Jahr, der Arbeitgeber noch einmal denselben Betrag.

Der arbeits- und sozialpolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Bundestag, René Springer, erklärt dazu:

„Die Bundesregierung erhöht die Sozialabgaben durch die Hintertür. Weil eine offene Beitragssatzerhöhung politisch zu heikel wäre, dreht sie still an den Bemessungsgrenzen – und das alles geht wieder mal zulasten der Leistungsträger. Facharbeiter, Meister und Ingenieure zahlen bis zu 1.220 Euro mehr im Jahr. Zugleich verteuern sich qualifizierte Arbeitsplätze – ein Schlag gegen den Mittelstand und den Standort Deutschland. Die Regierung dreht immer weiter an der Einnahmeschraube, statt endlich die Kosten für Grundsicherungsempfänger in der gesetzlichen Krankenversicherung vollständig aus Steuermitteln zu übernehmen, die überfällige Strukturreform der Krankenversicherung anzugehen und die Ausgaben in den Griff zu bekommen. Deutschland braucht mehr Netto vom Brutto – nicht noch weniger Geld im Portemonnaie der Leistungsträger.“

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