Historisch niedrige Gasspeicher – Bundesregierung gefährdet Versorgung und Wirtschaftsstandort

Historisch niedrige Gasspeicher – Bundesregierung gefährdet Versorgung und Wirtschaftsstandort

Berlin, 6. August 2026. Die deutschen Gasspeicher sind derzeit nur zu rund 47 Prozent gefüllt und liegen damit deutlich unter dem Vorjahreswert von 62,1 Prozent. Nach Angaben der Initiative Energien Speichern (INES) handelt es sich um den niedrigsten Stand zu dieser Jahreszeit seit Beginn der Aufzeichnungen. Bei einer täglichen Zunahme von zuletzt lediglich etwa 0,1 Prozentpunkten drohen die gesetzlichen Füllstandsvorgaben für den 1. November verfehlt zu werden, und die unzureichende Befüllung könnte bei einem kalten Winter die Gasversorgung im Frühjahr zusammenbrechen lassen. Eine Studie von Frontier Economics bestätigt zugleich, dass die staatlichen Füllstandsvorgaben den Gasmarkt verzerren. Weil Händler wissen, dass bis zum Winter zwingend große Mengen eingekauft werden müssen, sinken die Preise im Sommer nicht mehr ausreichend. Dadurch wird die wirtschaftliche Einspeicherung erschwert, während die staatlichen Vorgaben die Beschaffungskosten zulasten der Verbraucher zusätzlich in die Höhe treiben. Der energiepolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Steffen Kotré, teilt dazu mit:

„Die historisch niedrigen Speicherstände sind kein unvorhersehbares Naturereignis, sondern das Ergebnis einer verfehlten Energie- und Sanktionspolitik. Die Bundesregierung hat günstige und kontinuierliche Pipelineimporte aufgegeben, den Gasmarkt mit staatlichen Vorgaben verzerrt und Deutschland verstärkt dem teuren und schwankungsanfälligen Weltmarkt ausgesetzt. Nun versucht sie, die selbst verursachten Probleme mit immer neuen staatlichen Eingriffen zu überdecken.

Auch die geplante staatliche Erdgasreserve ist kein tragfähiges Versorgungskonzept. Mit 24 Terawattstunden umfasst sie lediglich rund zehn Prozent der deutschen Speicherkapazität, soll erst ab Sommer 2027 befüllt und ausgerechnet von den Gasverbrauchern finanziert werden. Eine Reserve, die in einem Extremwinter Haushalte und Gewerbe nur für etwa zehn Tage zusätzlich stützen könnte, ersetzt keine dauerhaft sichere Energieversorgung. Sie ist ein teures staatliches Notpflaster für eine grundsätzlich falsche Politik.

Als AfD-Bundestagsfraktion fordern wir ein Ende der energiepolitischen Sanktionen gegen Russland und die Wiederaufnahme russischer Öl- und Gaslieferungen. Deutschland benötigt wieder langfristig verfügbare und bezahlbare Energielieferungen statt immer neuer Umlagen, Notfallreserven und staatlicher Marktmanipulationen. Nur durch deutlich niedrigere Energiepreise und eine technologieoffene Energiepolitik einschließlich der Kernenergie lassen sich Versorgungssicherheit, industrielle Wertschöpfung und der Wirtschaftsstandort Deutschland erhalten.“

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