Mindeststandards und mehr Transparenz bei Versorgungswerken

Mindeststandards und mehr Transparenz bei Versorgungswerken

Berlin, 9. Juli 2026. Riskante Fehlinvestitionen beim Versorgungswerk der Zahnärztekammer Berlin (VZB) haben gezeigt, dass Handlungsbedarf bei der Aufsicht besteht. Es drohen Verluste von bis zu 1,2 Milliarden Euro, welche die Altersabsicherung von rund 11.000 Zahnärzten und deren Familien gefährden. Der Fall offenbart ein eklatantes Versagen der gesamten Kontrollkette aus interner Revision, externer Wirtschaftsprüfung und staatlicher Aufsicht.

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Thomas Stephan erklärt dazu:

„Wer sein Leben lang Pflichtbeiträge für eine verlässliche Altersvorsorge entrichtet, muss darauf vertrauen können, dass sein Geld mit höchster Sorgfalt, Professionalität und Transparenz verwaltet wird.

Um solche existenzbedrohenden Risiken für Beitragszahler künftig zu verringern, braucht es grundlegende Änderungen. Ein Antrag der AfD-Fraktion (BT-Drs. 21/6936 ) sieht vor, Mindeststandards für das Risikomanagement zu etablieren und ein standardisiertes Frühwarnverfahren einzuführen. Damit sollen erhebliche Abschreibungen, Sanierungskonzepte oder drohende Leistungskürzungen für die Aufsichtsbehörden und die betroffenen Mitglieder rechtzeitig sichtbar werden.

Unser Antrag zieht die dringend benötigten Leitplanken ein, ohne die Selbstverwaltung der Versorgungswerke zu beschädigen. Die Einrichtung eines zentralen, öffentlich zugänglichen Registers, in dem alle berufsständischen Versorgungswerke ihre Geschäftsberichte, Jahresabschlüsse und Renditen nach einheitlichen Kriterien offenlegen müssen, ist überfällig. Gekoppelt mit einer verpflichtenden Teilnahme an der Digitalen Rentenübersicht erhielten Freiberufler so die Möglichkeit, die wirtschaftliche Stabilität und die Entwicklung ihrer eigenen Altersvorsorge einzusehen.“

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