Statt Hundert-Prozent-Biogas-Phantasterei, Heizungsgesetz ersatzlos abschaffen
Statt Hundert-Prozent-Biogas-Phantasterei, Heizungsgesetz ersatzlos abschaffen
Berlin, 6. Juli 2026. Am Wochenende haben die Koalitionsfraktionen einen Änderungsantrag zu ihrem eigenen Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) vorgelegt. Der baupolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Marc Bernhard, erklärt zur Diskussion um einhundert Prozent Biogas beim Heizen:
„Dieses lächerliche und zugleich für den Bürger teure Politiktheater der Bundesregierung war absehbar. Das Versprechen der Bundesregierung, dass alte Heizungsgesetz abzuschaffen, war von vornherein zum Scheitern verurteilt. Die Linksfraktion hat nun eine Organklage und einen Eilantrag beim Bundesverfassungsgericht eingereicht, um die Regeln des alten Heizungsgesetzes zu erhalten. Die Reaktion der Bundesregierung: Sie verspricht einmal mehr etwas, was sie niemals wird halten können.
Die Merz-Regierung will laut ihrem Änderungsantrag eine Grüngas- und Grünheizölquote einführen, die ab 2045 die Versorger verpflichtet, zu einhundert Prozent klimaneutrale Brennstoffe zu liefern.
Schon die nackten Zahlen entlarven diese Phantasterei: In ganz Deutschland stehen derzeit gerade einmal rund 16 Terawattstunden Biomethan zur Verfügung, etwa 13 aus heimischer Erzeugung und 3,5 aus Importen. Das sind noch nicht einmal zwei Prozent unseres Erdgasverbrauchs. Für eine flächendeckende, geschweige denn hundertprozentige Versorgung fehlt schlicht der Rohstoff. Die dafür nötigen Anbauflächen konkurrieren direkt mit unserer Nahrungsmittelproduktion, und auch der Import ist eine Illusion: Selbst der größte europäische Lieferant Dänemark exportiert bereits rund 90 Prozent seiner Produktion, und der gesamte bis 2030 geplante EU-Ausbau muss auf alle 27 Mitgliedstaaten verteilt werden. Wer den Menschen erzählt, sie könnten ab 2045 klimaneutral mit Biogas und Bioöl heizen, verspricht eine Menge, die es weder auf dem Acker noch auf dem Weltmarkt gibt. Die Beheizung eines einzigen Hauses mit Biogas würde eine Anbaufläche von rund 4.000 Quadratmetern – also etwa einem halben Fußballfeld – erfordern.
Auch wenn diese Hundert-Prozent-Phantasterei technisch und mengenmäßig gar nicht realisierbar ist, wird der Weg dorthin eine fatale Kostenexplosion für alle bedeuten.
Nur die AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag setzt sich für ein kostengünstiges, technologieoffenes und ideologiefreies Heizen ein, bei dem Menschen und Arbeitsplätze nicht dem rot-grün-schwarzen Klimawahn geopfert werden. Deshalb fordern wir, dass das Heizungsgesetz ersatzlos abgeschafft wird.“
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