Pläne der Regierung zur Stromrationierung sind ein energiepolitischer Offenbarungseid
Pläne der Regierung zur Stromrationierung sind ein energiepolitischer Offenbarungseid
Berlin, 13. August 2026. Die Pläne der Bundesregierung zur Vorbereitung auf mögliche Strommangellagen stoßen bei mittelständischen Unternehmern auf scharfe Kritik. Vertreter der Initiative Zukunft Wirtschaft Deutschland warnen vor staatlicher Mangelverwaltung und sprechen angesichts der Folgen für die deutsche Wirtschaft von einem „Drehbuch für Wohlstandsvernichtung“. Auch die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft sieht darin ein Warnsignal für den Industriestandort. Hintergrund ist die geplante „Sicherheitsplattform Strom“, auf der sich Unternehmen mit einem Jahresverbrauch von mehr als acht Gigawattstunden je Entnahmestelle verpflichtend registrieren sollen. Davon könnten rund 4.300 Betriebe betroffen sein, denen die Bundesnetzagentur im Krisenfall verbindliche Verbrauchsreduzierungen bis hin zu Produktionsdrosselungen auferlegen kann.
Der energiepolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Steffen Kotré, teilt dazu mit:
„Wer erst gesicherte Kraftwerksleistung stilllegt und anschließend staatliche Instrumente schafft, um den daraus drohenden Strommangel zu verwalten, dokumentiert das Scheitern der eigenen Energiepolitik. Die Energiewende schafft damit selbst jene Knappheit, die der Staat anschließend administrativ bewirtschaften will. Mit dem Zwang zur Registrierung tausender Unternehmen wird nun eine neue Stufe staatlicher Mangelverwaltung erreicht. Statt verlässliche Erzeugungskapazitäten vorzuhalten, bereitet sich der Staat darauf vor, im Ernstfall festzulegen, wer noch wie viel Strom verbrauchen darf. Dass eine führende Industrienation Produktionsdrosselungen organisatorisch vorbereitet, ist ein energiepolitischer Offenbarungseid.
Offenbar beginnen nun auch Teile des Mittelstands zu begreifen, wohin diese absurde Politik führt. Viel zu lange haben Unternehmer zu Kernkraftausstieg, dem Abbau gesicherter Leistung und dem immer weiteren Umbau des Energiesystems geschwiegen oder die Entwicklung widerspruchslos hingenommen. Jetzt stehen die Folgen unmittelbar vor den Werkstoren: Im Zweifel soll sich die Produktion nicht mehr nach Aufträgen und Nachfrage richten, sondern danach, wie viel Strom gerade verfügbar ist.
Deutschland braucht keine immer ausgefeiltere Verwaltung des Mangels, sondern eine sichere, bezahlbare und jederzeit verfügbare Energieversorgung. Als AfD-Bundestagsfraktion fordern wir daher den Erhalt und Ausbau gesicherter Kraftwerksleistung, die Rückkehr zur Kernenergie und eine grundlegende Abkehr von einer Energiepolitik, die Wettbewerbsfähigkeit und Versorgungssicherheit dem Ausbau wetterabhängiger Erzeugung unterordnet.“
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