Deutschland muss seine Energiesouveränität erhalten

Deutschland muss seine Energiesouveränität erhalten

Berlin, 11. August 2026. Die zunehmende Beteiligung ausländischer Investoren an zentralen Bereichen der deutschen Energieversorgung wirft Fragen nach Deutschlands Energiesouveränität auf. Ende Juli erhöhte RWE seine mittelbare Beteiligung am Übertragungsnetzbetreiber Amprion auf 55 Prozent; zugleich bleibt der US-Vermögensverwalter Apollo über ein gemeinsames Beteiligungsvehikel wirtschaftlich beteiligt. Das Joint Venture hält 25,1 Prozent an Amprion.

Anfang des Jahres übernahm der US-Konzern Sunoco mit TanQuid den größten unabhängigen Tanklagerbetreiber Deutschlands und damit rund 19 Prozent der deutschen Tanklagerkapazität. Bereits 2024 ging das Explorations- und Produktionsgeschäft von Wintershall Dea an die britische Harbour Energy. Zudem wurde wiederholt über Bestrebungen US-amerikanischer Investoren berichtet, sich an Nord Stream 2 zu beteiligen.

Der energiepolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Steffen Kotré, teilt dazu mit:

„Deutschland gibt seine Energiesouveränität Stück für Stück aus der Hand. Kritische Energieinfrastruktur darf kein Renditeobjekt internationaler Finanzkonzerne sein. Während die deutschen Netznutzer und über milliardenschwere Bundeszuschüsse auch die öffentliche Hand die Netzkosten tragen, ist Apollo an den von Amprion ausgeschütteten Dividenden beteiligt. Gleichzeitig kontrolliert ein US-Konzern rund ein Fünftel unserer Tanklagerkapazität.

Wer zentrale Energieinfrastruktur und Wertschöpfung zunehmend aus der eigenen Einflusssphäre herausgibt, betreibt keine souveräne Energiepolitik, sondern organisiert den nächsten Kontrollverlust. Stromnetze, Speicher, Förderkapazitäten und strategische Energierouten müssen im deutschen Interesse gesichert werden.

Als AfD-Bundestagsfraktion fordern wir eine grundlegende energiepolitische Kehrtwende: kritische Energieinfrastruktur unter verlässlicher deutscher Kontrolle, die Reaktivierung und den Ausbau der Kernenergie, ein sofortiges Ende der energiepolitischen Sanktionen gegen Russland sowie die Wiederaufnahme günstiger Öl- und Gaslieferungen aus Russland, einschließlich über Nord Stream. Deutschland braucht eine technologieoffene und ideologiefreie Energiepolitik, die Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit und die Interessen der eigenen Wirtschaft wieder in den Mittelpunkt stellt.“

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