Rückkehr zur Kernkraft nötig, um Stromversorgungskrisen zu verhindern

Rückkehr zur Kernkraft nötig, um Stromversorgungskrisen zu verhindern

Berlin, 13. August 2026. Im Rückblick auf die gestrige Sonnenfinsternis vom 12. August 2026 und die Preisausschläge am Strommarkt warnt der AfD-Bundestagsabgeordnete Paul Schmidt vor den Folgen einer Politik, die unsere Stromversorgung immer wetterabhängiger macht. Er verweist zudem auf Berichte über bisher unveröffentlichte Krisenplanungen der Bundesnetzagentur für tagelange Stromausfälle. Dazu erklärt Paul Schmidt:

„Die gestrige Kombination aus Sonnenfinsternis und Windflaute hat die gefährliche Wetterabhängigkeit unserer Stromversorgung offengelegt. Während Medien die Finsternis als Problem darstellten, verschwiegen sie die eigentliche Hauptursache der Preisexplosion: Den Einbruch der Windleistung um 8,1 Gigawatt auf mickrige 4,7 Gigawatt – gerade einmal 6 Prozent der installierten Leistung war verfügbar. Gleichzeitig schoss die benötigte Leistung am Abend auf 47 Gigawatt hoch. Diese Riesenlücke musste fast vollständig von konventionellen Kraftwerken gedeckt werden – darunter allein über 16 Gigawatt aus der Kohle. Zusammen mit dem Sonnenfinsternis-bedingten PV-Verlust, teurem Gas und gedrosselten Importen schoss der Börsenstrompreis in der Spitze auf astronomische 46 Cent/kWh hoch. Dass ein Blackout verhindert wurde, war reines Glück.

Diese 16 GW an Kohlestrom offenbaren die Illusion der aktuellen Politik: Wenn der Kohleausstieg vollzogen ist, reichen die von der Bundesregierung geplanten 12 Gigawatt an neuen Gaskraftwerken bei Weitem nicht aus, um solche Erzeugungslöcher zu stopfen. Wie ernst die Lage ist, zeigt das klammheimliche Vorgehen der Bundesnetzagentur: Mit der ‚Sicherheitsplattform Strom‘ (SiPlaS) bereitet die Behörde hinter verschlossenen Türen Zwangsabschaltungen der Industrie bei mehrtägigen Strommangellagen vor. Dieser Dauerkrisenmodus ist das direkte Ergebnis einer starren Energie-Planwirtschaft, die verlässliche Kapazitäten wie Kohle und Kernkraft stur ausschließt.

Ohne Großkraftwerke (Kohle oder Kernkraft) verliert das Netz zudem die physikalische Momentanreserve durch rotierende Generatorenmassen. Sollte sich das europäische Verbundnetz bei einer Großstörung auftrennen, was nicht unwahrscheinlich ist, so droht ohne diesen Puffer der sofortige Kollaps.

Die Wetterabhängigkeit unserer Stromversorgung hat inzwischen völlig inakzeptable Ausmaße angenommen. Was wir jetzt brauchen, ist der zügige Wiedereinstieg in die Kernkraft. Aktuelle Fachstudien belegen, dass sich allein neun stillgelegte deutsche Standorte innerhalb von jeweils zwei bis fünfeinhalb Jahren für insgesamt überschaubare 18 Milliarden Euro wieder ans Netz bringen ließen. Damit stünden zusätzlich 12 Gigawatt saubere, günstige, regelbare Grundlast zur Verfügung, die Strompreisspitzen nachhaltig kappen und das Netz physisch stabilisieren würde.

Die AfD-Bundestagsfraktion fordert die Bundesregierung daher auf, das gescheiterte EEG-System und seine Milliardensubventionen umgehend zu beenden, den Rückbau unserer Kernkraftwerke sofort zu stoppen und den Weg für deren Reaktivierung freizumachen.“

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