Bundesregierung darf Ausverkauf deutscher Interessen nicht hinnehmen

Bundesregierung darf Ausverkauf deutscher Interessen nicht hinnehmen

Berlin, 3. November 2026. Die geplante Übernahme der Commerzbank durch die italienische Großbank UniCredit sorgt zunehmend für Unruhe. Wie das Handelsblatt berichtet, reduzieren namhafte deutsche Fondsgesellschaften ihre Beteiligungen. Gleichzeitig warnen Analysten vor sinkenden Ausschüttungen, erheblichen Umstrukturierungsrisiken und einem möglichen Verlust an Attraktivität für Minderheitsaktionäre. UniCredit-Chef Andrea Orcel plant unter anderem den Abbau von rund 7.000 Arbeitsplätzen in Deutschland und perspektivisch eine Zusammenlegung mit der HypoVereinsbank. Hierzu erklärt der finanzpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Kay Gottschalk:

„Was sich bei der Commerzbank abzeichnet, ist genau das Szenario, vor dem wir seit Beginn der Übernahmebestrebungen gewarnt haben.

Eine der wichtigsten deutschen Geschäftsbanken droht unter ausländische Kontrolle zu geraten, während ihre Eigenständigkeit, ihre Beschäftigten und ihre Rolle für den deutschen Mittelstand zunehmend zur Verhandlungsmasse werden.

Jetzt zeigt sich immer deutlicher, wer die Rechnung für Orcels Umbaupläne bezahlen könnte: Mitarbeiter, Kunden und Minderheitsaktionäre. Wenn große Fondsgesellschaften ihre Bestände massiv reduzieren und Analysten vor einer Verwässerung der Aktionärsinteressen warnen, ist das ein ernst zu nehmendes Warnsignal.

Besonders problematisch wäre es, wenn die verbleibenden Aktionäre zunächst milliardenschwere Restrukturierungskosten mittragen müssten, während UniCredit anschließend von einer günstigeren Ausgangslage für weitere Übernahmeschritte profitiert. Auch der geplante Abbau von rund 7.000 Arbeitsplätzen darf nicht als bloße Kennzahl in einer Renditerechnung behandelt werden. Dahinter stehen Menschen, Familien und gewachsene Strukturen.

Bundesfinanzminister Klingbeil muss jetzt zeigen, ob seine Forderungen gegenüber UniCredit tatsächlich etwas wert sind oder ob es bei wohlklingenden Erklärungen bleibt. Der Bund hält selbst rund 13 Prozent an der Commerzbank und trägt damit eine besondere Verantwortung. Wir erwarten, dass die Bundesregierung ihre Einflussmöglichkeiten konsequent nutzt und sich für den Erhalt der Eigenständigkeit, des Frankfurter Standorts und der Arbeitsplätze einsetzt. Deutschland braucht eine starke, eigenständige Commerzbank und keinen Finanzminister, der tatenlos zusieht, wie ein bedeutendes deutsches Kreditinstitut zum Objekt ausländischer Konzerninteressen wird.“

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