H145M-Debakel offenbart das nächste Versagen im Verteidigungsministerium

H145M-Debakel offenbart das nächste Versagen im Verteidigungsministerium

Berlin, 3. November 2026. Die Beschaffung der neuen H145M-Kampfhubschrauber droht zum nächsten Rüstungsdebakel der Bundeswehr zu werden. Für rund 2,5 Milliarden Euro hatte das Verteidigungsministerium bei Airbus Militärvarianten des H145 bestellt, doch wesentliche Voraussetzungen für ihren Kampfeinsatz sind offenbar noch immer nicht erfüllt. Der Bundesrechnungshof empfiehlt deshalb, die Bestellung weiterer Hubschrauber vorerst auszusetzen. Dazu erklärt der verteidigungspolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Jan Nolte:

„Es vergeht inzwischen kaum noch eine Sitzung des Verteidigungsausschusses, in der wir uns nicht mit neuen Missständen im Verteidigungsministerium beschäftigen müssen. Ob Fehlplanungen, fragwürdige Personalentscheidungen oder aktuell erneut problematische Rüstungsvorhaben: Die Probleme ziehen sich durch das gesamte Haus. Auch das Beschaffungsdebakel um den H145M-Kampfhubschrauber wird kommenden Mittwoch sicher Gesprächsthema sein. Hier wollte das BMVg offensichtlich Zeit und Geld sparen, indem es auf ein marktverfügbares Modell zurückgriff. Offenbar hat man dabei erheblich unterschätzt, wie aufwendig die Umrüstung zu einem vollwertigen militärischen Waffensystem ist.

Die H145M sind hier nur das jüngste Beispiel einer ganzen Reihe problematischer Beschaffungsvorhaben. Bei den Fregatten F126 sind bereits Milliarden an Steuergeld verloren gegangen, nachdem das Projekt an Kostensteigerungen und erheblichen Verzögerungen mit dem Auftragnehmer gescheitert ist.

Zu diesen andauernden Problemen gesellen sich die wiederkehrenden Berichte über mutmaßliche Günstlingswirtschaft im Verteidigungsministerium, bei der persönliche Netzwerke und ein SPD-Parteibuch mehr zählen sollen als Eignung und Befähigung. Diese Häufung von Problemen wirft grundsätzliche Fragen über die Führung des Hauses auf.

Verteidigungsminister Pistorius trägt letztendlich für all das die politische Verantwortung. Er präsentiert sich gerne als Modernisierer der Bundeswehr, aber abseits dieser Inszenierung knirscht es im Getriebe des BMVg gewaltig. Pistorius muss erklären, wie es zu diesen Fehlplanungen kommen konnte und welche Konsequenzen er daraus zieht.“

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