Beharrlichkeit der AfD-Fraktion bringt Durchbruch für Simson-Reimporte

Beharrlichkeit der AfD-Fraktion bringt Durchbruch für Simson-Reimporte

Berlin, 27. August 2026. Zur Empfehlung des Bundesverkehrsministeriums zu Simson-Zulassungen erklärt der stellvertretende verkehrspolitische Sprecher, René Bochmann:

„Es war nicht vermittelbar, weshalb ein und dasselbe Moped, das einst in Suhl gebaut wurde, unterschiedlich behandelt wird, nur weil es über Umwege den Weg zurück in seine Heimat gefunden hat. Die Beharrlichkeit der AfD-Fraktion bringt nun den Durchbruch. Das Bundesverkehrsministerium folgt damit einem Antrag der AfD-Fraktion im deutschen Bundestag vom Juli 2024, erstellt unter anderem von den damaligen Abgeordneten Mike Moncsek und René Bochmann (BT-Drs. 20/12190 ).

Bislang galten Simsons nur als Kleinkrafträder mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von bis zu 60 km/h, wenn sie bis zum 28. Februar 1992 erstmals in den Verkehr gekommen sind. In der Praxis führt dies jedoch bei Reimporten zu massiven Abgrenzungsproblemen und behördlicher Willkür. Die AfD-Fraktion setzte sich mit ihrem Antrag 21/6351 auch im Bundestag für eine rechtliche Klarstellung ein, die den tatsächlichen Fahrzeugtyp und das Baujahr in den Vordergrund stellt, statt den bürokratischen Nachweis des Erstzulassungsorts.

Das Bundesverkehrsministerium hat nunmehr erneut geprüft und mitgeteilt, dass auch reimportierte Simson-Fahrzeuge aus ehemaliger DDR-Produktion künftig unter die Sonderregelung des Einigungsvertrags fallen und mit Tempo 60 zugelassen werden dürfen – genau wie die im Inland verbliebenen Originale. Dass das Verkehrsministerium unsere langjährige Kritik endlich aufgreift und anerkennt, dass der Einigungsvertrag keine örtliche Beschränkung für Simson-Fahrzeuge vorsieht, ist ein Etappensieg für alle Simson-Freunde. Eine Simson ist eine Simson – völlig egal, ob sie nach 1989 im Inland verblieb oder über Umwege aus Osteuropa reimportiert wurde.

Eine bloße ‚Empfehlung‘ des BMV an die Länder reicht aber nicht aus. Wir dürfen nicht zulassen, dass in ostdeutschen Bundesländern unkomplizierte Zulassungen möglich sind, während diese in den westlichen scheitern. Wir fordern Bundesverkehrsminister Bilger auf, diese Empfehlung in eine rechtsverbindliche, bundeseinheitliche Verordnung zu gießen.

Eine Simson ist ein technisches Kulturgut und aktiver Teil unserer gesamtdeutschen Geschichte. Wer diese Fahrzeuge aus dem Ausland rettet, restauriert und wieder auf die Straße bringt, verdient deshalb Unterstützung.“

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