Bundesregierung muss Marktkonzentration in der Baustoffindustrie verhindern

Bundesregierung muss Marktkonzentration in der Baustoffindustrie verhindern

Berlin, 28. August 2026. Der Schweizer Baustoffkonzern Holcim übernimmt den Trockenbauhersteller Fermacell für 840 Millionen Euro. Erst im Juni hatte die EU-Kommission den Kauf des Duisburger Herstellers Xella durch Holcim genehmigt, Auflage war allein der Verkauf eines Werks in Rumänien. Damit vereint Holcim als einer der weltweit führenden Baustoffproduzenten künftig Ytong, Silka, Hebel, Multipor und Fermacell.
Zur Marktkonsolidierung in der globalen Baustoffindustrie und der damit verbundenen Preisdynamik erklärt der baupolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag, Marc Bernhard:

„Beim Schweizer Unternehmen Holcim, einem der größten Baustoffhersteller weltweit, folgt mit Fermacell der nächste Zukauf. Wer Porenbeton, Kalksandstein und Trockenbau in einer Hand hält, bestimmt die Preise mit, an denen jedes Bauvorhaben hängt.
Die Zahlen sprechen für sich: Von 2010 bis 2025 sind die Preise für Wohngebäude in Deutschland um 89 Prozent gestiegen, die Inflation nur um 38 Prozent. Allein im Mai 2026 lagen die Neubaupreise bei uns fünf Prozent über dem Vorjahr.
Wir als AfD-Bundestagsfraktion fordern, dass das Bundeskartellamt bei der Fermacell-Übernahme einen Verweisungsantrag nach Artikel 9 der EU-Fusionskontrollverordnung stellt, damit der deutsche Markt national beurteilt wird. Darüber hinaus fordern wir eine Sektoruntersuchung zum Markt für Wandbaustoffe. Die Bundesregierung kann nicht über Baukosten klagen und zugleich bei der Konsolidierung der Zulieferer wegsehen. Denn weniger Wettbewerb bedeutet höhere Baukosten, die schon durch Dämmwahn, unsinnige Bauauflagen und -dokumentationen sowie den Klimaschutzirrsinn der Altparteien seit Jahren explodieren.“

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