Bundesregierung verharmlost IT-Chaos bei GIZ

Bundesregierung verharmlost IT-Chaos bei GIZ

Berlin, 7. Mai 2026. Zur massiven SAP-Panne bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) teilt der entwicklungspolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Rocco Kever, mit:

„Die Fachaufsicht über die GIZ liegt beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und damit im Verantwortungsbereich von Ministerin Radovan. Das BMZ verharmlost ein gewaltiges IT-Desaster bei der GIZ: Für die Umstellung auf SAP S/4HANA wurden über 101,6 Millionen Euro Steuergelder verbrannt – allein 60,2 Millionen Euro davon an externe Berater und Dienstleister. Das Ergebnis ist katastrophal: Seit Monaten kann die GIZ-Rechnungen von Partnern, Beratern und lokalen Dienstleistern in über 90 Ländern nicht bezahlen. Projekte stocken, Hotels verweigern Buchungen, Dienstleister kündigen. Die Organisation, die weltweit digitale Transformation predigt und durchführen will, scheitert kläglich an einem Standard-IT-System.

Trotz interner Warnungen wurde eine risikoreiche weltweite Umstellung durchgezogen. Die GIZ kann die ganzen unbezahlten Rechnungen nicht beziffern.

Die Antworten während der gestrigen Regierungsbefragung von Bundesministerin Alabali-Radovan sind typisch: ,andere machen das auch‘, ,hochkomplex‘, ,ich vertraue darauf‘ und ,liegt in der unternehmerischen Verantwortung der GIZ‘. Wieder einmal keine Verantwortung, keine Konsequenzen, nur Ausreden.

Die AfD-Fraktion fordert eine unabhängige Untersuchung der gesamten SAP-Umstellung bei der GIZ, volle Transparenz über die Höhe der offenen Rechnungen und aller Zusatzkosten sowie personelle Konsequenzen.“

Der Obmann der AfD-Fraktion im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Denis Pauli, ergänzt:

„Es ist wirklich bedenklich, dass man so viel Geld in eine IT-Umstellung steckt und die grundlegendsten Dinge im System trotzdem nicht laufen. Im Ministerium sollte man sich langsam mal Gedanken machen, ob dieses ganze Projekt überhaupt noch in die richtige Richtung führt“

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