Zahl der Beamten darf nicht weiter ansteigen
Zahl der Beamten darf nicht weiter ansteigen
Berlin, 5. Mai 2026. Eine Auswertung des Statistische Bundesamts zeigt einen weiteren Anstieg der Beamtenzahlen: In zehn Jahren stieg die Anzahl der Beamten bis zum Stichtag 30. Juni 2024 von 1,85 Millionen auf 1,96 Millionen, ein Anstieg um 5,8 Prozent. Dazu erklärt die AfD-Bundestagsabgeordnete Ulrike Schielke-Ziesing:
„Diese Zahlen sind dramatisch, denn die Versorgungsausgaben für Pensionen und Beihilfen sind bereits heute mit 66 Milliarden Euro pro Jahr eine ernsthafte Bedrohung der staatlichen Haushalte von Bund und Ländern. Noch gravierender: Durch den Eintritt der geburtenstarken Jahrgänge demnächst ins Rentenalter schieben wir bereits Verpflichtungen nur für den Bund von rund 902 Milliarden Euro vor uns her. Davon sind gerade einmal fünf Prozent durch Rücklagen gedeckt. Auch hier hat man also jahrzehntelang die Folgekosten unter den Teppich gekehrt. Jeder zusätzliche Beamte verschärft deshalb das Problem, das bis heute nicht einmal ansatzweise in seiner Tragweite diskutiert wird. Denn jeder Euro, der morgen für Pensionen gebunden ist, steht heute nicht mehr für Investitionen zur Verfügung: nicht für Bildung, nicht für Infrastruktur, nicht für Digitales, für gar nichts.
Wir als AfD-Fraktion haben daher bereits im März einen Antrag vorgelegt ‚Schlanker Staat statt Kostenexplosion – Beamtenzahl und Pensionslasten senken‘, der genau das fordert, nämlich in Zukunft im öffentlichen Sektor vorrangig die Tarifbeschäftigung vor der Verbeamtung festzuschreiben. So haben es andere Länder wie Österreich und die Schweiz vor vielen Jahren vorgemacht, die auch dadurch wesentlich besser mit den demografischen Herausforderungen zurechtkommen. Wir sehen uns als AfD-Fraktion durch die neuen Zahlen des Statistischen Bundesamts in unserer Zielsetzung bestätigt und fordern die Bundesregierung deshalb auf, einen entsprechenden Gesetzentwurf vorzulegen.“
Beitrag teilen


